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Warten auf das Corona-Testergebnis - Harald Michels: „Das ist hier nicht so wie in Bayern“

Virus-Erkennung : Warten auf das Corona-Testergebnis - Harald Michels: „Das ist hier nicht so wie in Bayern“

Auch in und um Trier müssen Menschen nach einem Corona-Test teilweise lange auf ihr Ergebnis warten. Der Stau bei den Benach­richtigungen soll bis heute abgearbeitet werden.

(dpa) Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten in Rheinland-Pfalz ist innerhalb eines Tages um 27 gestiegen. Das waren weniger als am Vortag, als es 42 neue Fälle gab. Wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Sonntag mitteilte, wurden bisher insgesamt 8141 Corona-Fälle im Bundesland registriert (Stand: 10 Uhr). Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 242 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. Aktuell infiziert sind laut Zählung 586 Menschen.

Auch in Rheinland-Pfalz kam es zuletzt zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Ergebnissen der Corona-Tests – etwa in Trier. Es sei schwer zu schaffen, alle negativen Befunde zeitnah herauszugeben, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes für Trier und Trier-Saarburg, Harald Michels, am Samstag. Das liege auch daran, dass alles mit Papier gemacht werde. Alle positiven Fälle seien aber sofort informiert worden – „da sind wir ganz nah an den Leuten“, sagte Michels. „Das ist hier nicht so wie in Bayern. Wir schaffen es nur nicht, die negativen Befunde zeitnah rauszugeben.“ Zuvor hatte der TV in seiner Samstagsausgabe über die Verzögerungen berichtet.

In Trier sei am Samstag bereits personell aufgestockt worden, berichtete der Amtsleiter weiter. „Heute sind wir mit mindestens acht Leuten dran, und am Montag sind wir mit noch mehr Leuten dran. Dann wird das rasch aufgearbeitet.“ Durch die Fülle der Tests komme es zum Arbeitsverzug. „Es liegt nicht an unserem guten Willen“, betonte Michels. Der Bund sei für die Struktur verantwortlich. Es sei dringend notwendig, dass deutsche elektronische Melde- und Informationssystem „mal auf Vordermann zu bringen, dass es funktioniert“. Bis Freitagabend waren an der Station auf dem Autobahnrastplatz am Markusberg 4545 Tests bei Reiserückkehrern absolviert worden. Bis Freitagmittag waren fünf positiv.

Das Sozialministerium in Mainz teilte am Sonntag mit: „Die vier Gesundheitsämter der Landkreise, in denen die jeweiligen Teststationen liegen, informieren unverzüglich sowohl alle positiv getesteten Personen als auch die jeweils zuständigen Gesundheitsämter an deren Wohnorten.“ Das geschehe „in der Regel innerhalb von zwei Tagen nach dem Test. Diese wichtige unverzügliche Mitteilung über positive Testergebnisse läuft reibungslos.“ Negativ getestete Reiserückkehrer würden „in der Regel innerhalb von drei bis vier Tagen“ informiert, wenn sie eine Mailadresse angegeben hätten.

Am Wochenende habe es an der Teststation auf dem Rastplatz Markusberg viele Tests gegeben, sagte der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz. Das erhöhte Arbeitsaufkommen werde am Wochenende durch zusätzliches Personal abgearbeitet. „Wir arbeiten mit Hochdruck und zusätzlichen Mitarbeitern daran, die noch vorliegenden Befunde abzuarbeiten. Wir sind zuversichtlich, dass dies im Laufe des Montags gelingen wird.“

(dpa)