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Was gilt derzeit für private Feiern?

Gesundheit : Private Feiern: Wer überwacht Corona-Regeln?

Land macht Veranstaltern strenge Vorgaben.

Private Partys sind erlaubt. Und zwar nicht nur zu Hause, sondern auch in Gaststätten, angemieteten Räumen und (Grill)-Hütten. Seit 24. Juni dürfen wieder bis zu 75 Personen gemeinsam feiern (der TV berichtete). Doch die entsprechende Verordnung des Landes sorgt für Verwirrung. Bei Veranstaltern ebenso wie bei Vermietern von Räumlichkeiten. Konkret geht es darum, wer denn nun für die Einhaltung der Hygienevorschriften zuständig ist. Aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg an Verbands- und Ortsgemeinden geht zum Beispiel hervor, dass die Einhaltung der Hygieneregeln zwar den Nutzern der Räumlichkeiten, also den Veranstaltern von Partys, auferlegt werden könne, „letztendlich doch die Verantwortlichkeit der Einhaltung den Trägern obliegt und zumindest stichprobenmäßig überprüft werden muss“. Stellt also eine Gemeinde ihr Bürgerhaus, ihre Grillhütte oder einen Saal für eine private Feier zur Verfügung, muss sie dafür Sorge tragen, dass die Vorgaben des Landes (Abstandsgebot und die geltende Kontaktbeschränkung) eingehalten werden. Wegen „der großen Belastungen für die Träger der Einrichtungen“ hält es die Kreisverwaltung Trier-Saarburg „durchaus für vertretbar“, die Gemeinderäume für private Feiern bis nach den Sommerferien geschlossen zu halten.

Nachfrage in der zuständigen Staatskanzlei: Wer ist denn nun verantwortlich für eine Einhaltung der Regeln bei privaten Feiern? Antwort: der Veranstalter. Dieser müsse die Kontaktdaten aller Gäste erfassen und nach einem Monat vernichten, er müsse auch „eine vor Ort für die Einhaltung der Regelungen verantwortliche Person“ bestimmen und Gäste, „die nicht zur Einhaltung dieser Regeln bereit sind“  von der Feier ausschließen.