1. Region

Welche Geschäfte Rheinland-Pfalz wegen des Coronavirus schließt

Coronavirus : Welche Geschäfte Rheinland-Pfalz schließt und welche nicht

Bars, Diskos, Kneipen müssen dicht machen. Andere Läden bleiben offen. Wie sich das Leben in Rheinland-Pfalz spätestens ab Mittwoch einschränkt? Eine Auflistung.

Wegen des Coronavirus werden in Rheinland-Pfalz viele Geschäfte schließen – wie Bars, Diskos, Kneipen. Auch das Betreten von Spielplätzen soll verboten sein. Restaurants sollen ab 18 Uhr schließen. Supermärkte, Apotheken, Lieferdienste sollen auch sonntags öffnen dürfen.

Dienstag soll das Kabinett über Schließungen förmlich entscheiden, die deutschlandweit gelten. "Es ging darum, ein einheitliches Vorgehen aller Bundesländer zu gewährleisten", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). "Der Coronavirus breitet sich sprunghaft aus, auch in Rheinland-Pfalz." Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) sprach von einem "Gebot zum Schutz seines Nächsten", weil gerade älteren, geschwächten Menschen schwere Krankheitsverläufe drohten.

Die Lieferung mit Lebensmitteln sei sichergestellt. "Es gibt keinen Grund zu Hamsterkäufen." Das Land stelle Unternehmen, die in Schieflage geraten, Liquiditätskredite bereit, die diese so früh wie möglich stellen sollten. Weitere Infos und Stimmen zur Pressekonferenz folgen. Ein erster Überblick über die Regeln:

Diese Geschäfte bleiben offen:

Ausdrücklich nicht geschlossen wird der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Vielmehr sollten für diese Bereiche die Sonntagsverkaufsverbote bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden.

Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Diese Geschäfte und Einrichtungen schließen:

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen , Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
  • Spielplätze

Was das Land verbietet:

  • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften

Zu erlassen sind im Land danach:

  • Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeheime und besondere Wohnformen im Sinne des SGB IX sowie ähnliche Einrichtungen, um den Besuch zu beschränken (beispielsweise Besuch einmal am Tag, für eine Stunde, allerdings nicht von Kinder unter 16 Jahren, nicht von Besuchern mit Atemwegsinfektionen)
  • in den vorgenannten Einrichtungen sowie in Universitäten, Schulen und Kindergärten, soweit deren Betrieb nicht gänzlich eingestellt wird, ein generelles Betretungsverbot für Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten im Ausland oder besonders betroffenen Regionen im Inland nach Robert-Koch-Institut-Klassifizierung aufgehalten haben
  • Auflagen für Mensen, Restaurants, Speisegaststätten und Hotels, das Risiko einer Verbreitung des Corona-Virus zu minimieren, etwa durch Abstandsregelung für die Tische, Reglementierung der Besucherzahl, Hygienemaßnahmen und -hinweis
  • Regelungen, dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können
  • Regelungen, dass Restaurants und Speisegaststätten generell frühestens ab 6 Uhr zu öffnen und spätestens ab 18 Uhr zu schließen sind.