Weniger Geld für das Finanzamt Trier

Weniger Geld für das Finanzamt Trier

Weniger Einnahmen, Erfolge bei der Steuerfahndung und viel zu tun für 2010: Das Finanzamt Trier hat am Dienstagnachmittag seinen Jahresbericht vorgestellt.

(jka) Steuereinnahmen von 1,233 Milliarden Euro hat die Region Trier dem Finanzamt 2009 beschert. Gegenüber dem Rekordjahr 2008 gingen die Einnahmen zurück, und zwar um 7,5 Prozent, was 97,6 Millionen Euro entspricht. 39 Millionen davon ergeben sich aus den geringeren Umsatzsteuereinnahmen von belgischen Unternehmern, die bundesweit tätig sind.

Die Umsatzsteuer in der Region allein ist allerdings um drei Prozent gestiegen. „Große Verlustbringer sind die Einkommens- und die Körperschaftssteuer“, sagt Jürgen Kentenich, Vorsteher des Finanzamts Trier. Dennoch bewertet er die Auswirkungen der schwierigen wirtschaftlichen Lage als „noch harmlos“.

Erfolgreich war die Behörde in diesem Jahr bei der Steuerfahndung: Im Bereich der Steuerfahndung führten allein Ermittlungen in der Schrottbranche zu Mehreinnahmen von rund 6,6 Millionen Euro (seit 2008). Im Gastgewerbe wie Döner-Läden gab es in Mehreinnahmen von 761.000 Euro. „Eine Menge Holz“, kommentiert das der Behördenchef.

Das Finanzamt Trier ist regional zuständig für die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg mit 240.000 Menschen. Überregional ist sie unter anderem für die Grunderwerbssteuer, Steuerfahndung und Großbetriebsprüfung verantwortlich.