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Katastrophenschutz
Wenn Nina das Smartphone klingeln lässt

Die Notfall-App Katwarn, aufgenommen auf einem iPhone 6.
Die Notfall-App Katwarn, aufgenommen auf einem iPhone 6. FOTO: Rolf Vennenbernd / dpa
Trier. Mit einem landesweiten Probealarm soll am Montag die Funktionsfähigkeit eines Katastrophenwarnsystems getestet werden. Von Bernd Wientjes

Wenn am Montagvormittag bei einigen Leuten das Smartphone klingelt oder vibriert, dann könnte das daran liegen, dass sie die Katastrophenwarn-App Nina auf ihrem Gerät installiert haben. Gegen elf Uhr soll es einen Probealarm im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Trier geben.

Die Leitstelle ist zuständig für die Koordination von Rettungseinsätzen in der gesamten Region, also in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und Eifelkreis Bitburg-Prüm und in der Stadt Trier. Die hiesigen Kommunen, Feuerwehren und Katastrophenschützer setzen – anders als in anderen Teilen von Rheinland-Pfalz – seit einiger Zeit auf Nina. Nina steht für Notfall-Informations und Nachrichten-App und wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) angeboten. Es soll in Katastrophenfällen die Sirenen ersetzen. Je nach Gefahrenlage sind für die Warnung der Bevölkerung der Bund, die Länder oder die Kommunen zuständig. Laut Leitstelle Trier können über das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz betreute System amtliche Gefahrendurchsagen innerhalb von 30 Sekunden an die Rundfunk- und Fernsehstationen sowie an Internetanbieter und Presse-Agenturen übermittelt werden. In Rheinland-Pfalz erfolgt die Meldung entweder über das Lagezentrum des Innenministeriums oder über die Leitstellen in Ludwigshafen und Trier.

Neben Nina gibt es aber auch das Katastrophenwarnsystem Katwarn, das verschiedene Kommunen und Feuerwehren im Land nutzen. Auch dort werden die Informationen bei Katastrophen, die das gesamte Land betreffen (wie etwa bei Unfällen in Kernkraftwerken), vom Lagezentrum des rheinland-pfälzischen Innenministeriums oder von der für den landesweit für Katastrophenschutz zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier eingespeist. Anders als bei Nina können die Katastrophenschutzbehörden bei den Kreisen oder kreisfreien Städten oder aber die jeweiligen Rettungsleitstellen über Katwarn die Bevölkerung nur informieren, falls sich die Kommunen für die Nutzung von Katwarn entschieden haben. Denn sie müssen dafür zahlen. Bei beiden System gleich ist, dass Bürger zunächst einmal die entsprechende App kostenlos herunterladen und sich registrieren lassen müssen.