1. Region

Wetter RLP: Hochwasser-Aussichten erst zum Wochenende entspannter

Aussichten für Rheinland-Pfalz : Wetterexperte dämpft Hoffnungen während Hochwasser - „Erst zum Wochenende etwas ruhiger“

Das Hochwasser hat die Eifelregion am Mittwoch mit voller Wucht getroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Starkregen, die Lage bleibt ernst.

Die gute Nachricht vorweg: Die Unwetter vom Mittwoch werden sich am Donnerstag nicht in gleicher Stärke wiederholen. Das bedeutet nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage aber leider noch keine Entwarnung. „Es drohen weitere Schauer und starke Gewitter und das mindestens bis zum Freitagabend. Auch das Wochenende bringt nach zeitweiligem Sonnenschein neue Schauer und Gewitter“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net. Für den Donnerstag sagt auch der Deutsche Wetterdienst erneut kräftige Gewitter mit örtlich heftigem Starkregen voraus.

Der Westen Deutschlands wurde von schweren Unwettern getroffen. Neben Rheinland-Pfalz ist vor allem Nordrhein-Westfalen betroffen. Der Wetterexperte spricht von „monsunartigen Niederschlägen“. Den Spitzenwert der Niederschlagsmenge erreichte Köln-Stammheim mit 153,5 Litern pro Quadratmeter. Hohe Werte von Teils über 100 Litern pro Quadratmeter fielen aber auch in der Eifel. Vielerorts kam es durch das Extrem-Wetter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu Überflutungen.

Wetter am Donnerstag: Angespannte Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz

Am Donnerstag soll das Wetter in Rheinland-Pfalz erneut Gewitter und örtlich heftiger Starkregen bringen. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert Niederschlag mit 20 und 40 Litern pro Quadratmetern in kurzer Zeit.

Diese Menge liegt zwar deutlich unterhalb der Werte vom Vortag, als sich in manchen Regionen Rekordniederschläge ereigneten. Dominik Jung sieht trotzdem noch eine erhebliche Gefahrenlage durch das aktuelle Wetter: „Die Hochwasserlage bleibt weiter angespannt. Das Erdreich ist zudem sehr nass. Jeder Tropen fließt sofort in die Flüsse oder kann vermehrt zu Erdrutschen führen. Erst zum Wochenende wird es etwas ruhiger und entspannter.“

Unwetter in der Eifel: Hochwasser trifft zahlreiche Gemeinden

Bei Unwettern in der Eifel kamen vier Menschen ums Leben. Im Kreis Kreis Bitburg-Prüm waren mehrere Personen in ihren Häusern eingeschlossen und mussten mit Hubschraubern gerettet werden. Viele Orte sind überschwemmt, die Feuerwehren vieler Landkreise waren bereits am Mittwoch seit dem Nachmittag laufend im Einsatz. Der Pegel der Mosel stieg in Trier am Donnerstagmorgen auf über 8 Meter, der Stand liegt aber leicht unterhalb der Prognosen vom Vortag.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hochwasser in der Region: Fotos aus Ehrang/Hetzerath/Kordel