Wetterdienst warnt vor Hitze in der Region - Rekordwerte über 40 Grad möglich

Bis zum Wochenende soll es heiß bleiben : Warnung vor extremer Hitze: Donnerstag sind über 40 Grad möglich (Fotos/Video)

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor der Hitze herausgegeben. Für die komplette Region warnt er vor einer extremen Wärmebelastung. Laut Volksfreund-Wetter-Experte Dominik Jung bleibt es bis zum Wochenende heiß.

Die Region schwitzt. Viele Menschen leiden unter der Hitze. Abkühlung bietet nur der Sprung ins kühle Nass. Doch viele Schwimmbäder und Badeseen sind in diesen Tagen überfüllt. Das Thermometer könnte am Donnerstag die 40-Grad-Marke knacken. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Hitzewarnung für ganz Deutschland herausgegeben. Auch in der Region warnt er vor extremer Wärmebelastung selbst in Höhen über 400 Meter. Entlang der Mosel und der Saar gilt laut Wetterdienst die höchste Hitzewarnung.

„Man sollte sich in kühlen Räumen aufhalten, körperliche Anstrengungen bei Hitze und in der Sonne meiden und auf eine ausreichende Trinkmenge achten“, rät Eckart Wetzel, Leiter der Notaufnahme im Trierer Brüderkrankenhaus. Dort, wie auch im Mutterhaus, ist in den vergangenen Tagen die Zahl der unter der Hitze leidenden Patienten etwa mit Herz-Kreislauf-Problemen gestiegen. „Ältere, ohnehin geschwächte und kranke Menschen leiden mehr an den Auswirkungen des heißen Wetters“, sagt eine Sprecherin des Mutterhauses.

In Trier wurden am Mittwochmittag knapp 37 Grad gemessen. Der Volksfreund-Wetterexperte Dominik Jung erwartet für Donnerstag neue Rekordwerte. Bis zu 39 Grad könnten es in Trier werden. Bereits der Juni sei der heißeste seit 1881 gewesen. Bis Mai habe Deutschland insgesamt 13 „zu warme“ Monate gehabt. „Da kommt man doch etwas ins Grübeln, ob das nicht doch eine Veränderung zu früheren Jahren ist“, sagt der Diplom-Meteorologe. Zum Wochenende könnte es dann etwas abkühlen, laut Jung wird es am Samstag „nur“ noch 30 Grad. Allerdings drohen dann Gewitter.

Unterwegs in der Region: So gehen die Menschen mit der brütenden Hitze um

Mit Sorge betrachten die Landwirte das derzeitige Wetter. Die Böden seien noch trockener als im vergangenen Jahr, viele Tierhalter litten unter Futterengpässen, sagt Pascal Kersten vom Bauernverband Rheinland-Nassau. Beim Getreide seien die Erträge gering.

Das Umweltministerium warnt indessen vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Vor allem die von Borkenkäfern befallenen und abgestorbenen Bäume wiesen im Moment das höchste Brandrisiko auf, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald seien strengstens verboten. Am Mittwochmorgen kam es zu einem Brand in einem unwegsamen Hanggebiet in einem Wald bei Kastel-Staadt (Trier-Saarburg). In den vergangenen Tagen musste die Feuerwehr in der Region immer wieder zu Bränden auf Feldern ausrücken wie am Donnerstag etwa nach Rittersdorf.

Unsere Leser gehen ganz unterschiedlich mit der Hitze um: „Im Moment freue mich auf Kaminfeuer, Bratäpfel und Schnee“, meint etwa Monica Beicht. Ein Tipp von Margit Haubrich: „Für den Feierabend steht zu Hause kalter Kaffee im Kühlschrank. Dieser wird mit Eiswürfeln gemixt und mit einem Bällchen Vanilleeis verzehrt genossen. Eine leckere Abkühlung.“ Und damit ihr Auto bei der Hitze auf dem Firmenparkplatz nicht zu sehr aufheizt, deckt sie die Windschutzscheibe mit der Frostschutzfolie ab: „Sieht zwar im ersten Augenblick lustig aus, aber es hilft tatsächlich“, sagt sie.

Die Krankenkasse AOK rät: „Bei hoher Temperatur unbedingt leichte Kost, wie Salate ohne Sahne oder Mayonnaise ganz oben auf die Hitliste nehmen.“ Auch Obst oder rohes Gemüse seien bestens verträglich und sorgten für die nötigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese Lebensmittel belasteten den Organismus deutlich weniger als kalorienreiche, deftige Kost.

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