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Winter-Verkehrschaos in der Region bleibt aus

Winter-Verkehrschaos in der Region bleibt aus

29 Verkehrsunfälle, die auf das Tief „Daisy“ zurückgeführt werden können, haben die Polizeiinspektionen in der Region aufgenommen. Das große Verkehrs-Chaos aufgrund von Eis und Schnee blieb aus. Bei zwei Unfällen wurden Menschen leicht verletzt, und ein Traktorfahrer kam ums Leben.

Der Traktor-Unfall am Samstagmorgen war wohl das tragischste Unglück von 29 Unfällen, die die Polizei für den Bereich Trier als Folge winterlicher Straßenverhältnisse meldet. Ebenfalls am Samstag verunglückte eine 24-jährige Frau auf der schneebedeckten B50 bei Spangdahlem. Das Auto überschlug sich. Die Fahrerin und ihr Ehemann wurden leicht verletzt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass zwar Winterreifen auf dem Auto montiert waren, aber größtenteils kein Profil mehr vorhanden war.

Falsche Bereifung war auch Ursache, als ein 20-jähriger Fahranfänger am Sonntagnachmittag in Zell auf schneeglatter Fahrbahn mit seinem Wagen ins Rutschen geriet und gegen ein geparktes Auto prallte. Bei näherer Begutachtung des Unfallfahrzeuges stellten die Beamten fest, dass die Profiltiefe der Reifen gerade noch im gesetzlich zulässigen Bereich war. Bei einem der Reifen handelte es sich allerdings um einen Sommerreifen. Da sich der junge Mann noch in der Probezeit befindet, wird er neben einem Bußgeld und Punkten in Flensburg auch mit Konsequenzen für seine Fahrerlaubnis rechnen müssen.

Insgesamt haben die Beamten am vergangenen Wochenende 114 Verkehrsunfälle aufgenommen. Das waren 45 Verkehrsunfälle weniger, als am vorangegangenen Wochenende. „Offensichtlich haben sich die Autofahrer auf die winterlichen Verkehrsverhältnisse eingestellt und unnötige Fahrten nicht vorgenommen“, schlussfolgert die Polizei.

Etwas aus dem Rahmen fiel hingegen das, was die Autobahnpolizei in Schweich vermeldet. Trotz Eis und Schnee waren einige Raser unterwegs, wie die Autobahnpolizei Schweich bei einer Radarkontrolle auf der A 602 Höhe der Ortschaft Ruwer am Sonntagnachmittag feststellte. Kamen neun Autofahrer noch mit einer Verwarnung davon, müssen insgesamt weitere 51 Autofahrer mit einer Anzeige rechnen. Darüber hinaus droht vier von ihnen ein Fahrverbot. Bei erlaubten 100 Stundenkilometern war der schnellste Fahrer mit 153 Stundenkilometern unterwegs.