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1. MAi steht unter dem Motto „GeMAInsam“ Zukunft gestalten“

Gewerkschaft : „Tag der Arbeit“ wieder auf dem Trierer Hauptmarkt

Unter Motto „GeMAInsam“ Zukunft gestalten“ hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gestern zum Tag der Arbeit auch in Trier zu einem Zug durch die Stadt und einer Kundgebung auf dem Hauptmarkt aufgerufen.

Rund 500 Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsgewerkschaften schlossen sich an, unter anderen die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVP), IG Bau, Verdi.

Zur Kundgebung begrüßte der Trierer DGB-Gewerkschaftssekretär Kevin Wagner außerdem Vertreterinnen und Vertreter der demokratischen Parteien sowie die befreundeten Verbände und Institutionen, darunter die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). „Endlich können wir unseren Tag der Arbeit wieder hier auf dem Hauptmarkt feiern“, rief Wagner. Die digitale Form der letzten beiden Pandemiejahre sei auch spannend gewesen – aber „Solidarität braucht Nähe“. Nach dem Grußwort und einem musikalischen Gruß der Blues Jazz Company führte Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe die Reihe der zahlreichen Rednerinnen und Redner an. Trotz dunkler Zeit hoffte Leibe auf die Zukunft. Die letzten zwei Jahre seien auch keine gute Zeit für Trier gewesen mit der Pandemie, einer Amokfahrt, der Flutkatastrophe und nun dem Krieg im Osten.

Auch bundesweit stand der Krieg in der Ukraine im Fokus: Zum Tag der Arbeit hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) angesichts der geplanten Milliarden-Mehrausgaben für die Bundeswehr eindringlich vor einer Vernachlässigung des Sozialstaats gewarnt. „Deshalb sagen wir heute klar und deutlich Nein zu einer massiven Aufrüstung“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Sonntag in Berlin. Bei einer Kundgebung in Düsseldorf sagte Kanzler Olaf Scholz (SPD) zu, dass die höheren Verteidigungsausgaben keinen Kurswechsel in sozialen Bereichen zur Folge haben werden.

An den bundesweit rund 400 Veranstaltungen nahmen nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200.000 Menschen teil.