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18.000 Menschen suchen jährlich Hilfe beim Trierer Verbraucherschutz

18.000 Menschen suchen jährlich Hilfe beim Trierer Verbraucherschutz

Die Mitarbeiter der Verbraucherberatung Trier haben in 50 Jahren 900 000 Menschen beraten, das sind 18 000 pro Jahr: Für einige hatten sie einen guten Ratschlag, vielen haben sie Tausende von Euro gerettet. Beim Festakt in Trier sagt die Politik Unterstützung bei den kommenden Aufgaben zu.

Ob Abzocke im Internet, Fußangeln in Stromlieferverträgen, unseriöse Geschäftspraktiken oder telefonisch untergeschobene Verträge - seit vielen Jahren profitieren die Verbraucher in der Region von dem Angebot der Verbraucherzentrale in Trier. In den ersten Jahrzehnten kämpfte das Beraterteam vor allem gegen unsaubere Machenschaften bei Haustürgeschäften. Einen klassischen Fall beschreibt Christine Andre, die von 1975 bis 2000 Bürger in Trier beriet, so: "Wir mussten einer armen, halb blinden älteren Dame helfen, der man sieben Zeitschriftenabos verkauft hatte, die sie gar nicht lesen konnte."

Heute stehen die neuen Medien im Brennpunkt. Handy, Computer, iPad und Smartphones haben die Haustür abgelöst. Gudrun Hansen von der Verbraucherberatung Trier berichtet von immer aggressiveren Formen des Trickbetrugs im Internet: "Und die betroffenen Verbraucher werden immer jünger." So würden Klingelton-Abos für viele Jugendliche nach wie vor zu Kostenfallen werden. Nicht selten laden Minderjährige Töne herunter, und ihre Eltern blieben dann auf den Kosten sitzen. Allerdings verstoßen nach wie vor viele Internetseiten für Klingeltöne in Europa gegen den Verbraucherschutz.

Für Ulrike von Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale, rückt deshalb die Prävention immer mehr in den Mittelpunkt der Aufgaben. In Schulen oder auch in Seminaren versuchen die Berater Jugendliche und Verbraucher frühzeitig auf die Tricks der Betrüger einzustellen.

Die Verbraucherstaatssekretärin im Land, Beate Reich, sagte der Verbraucherberatung weiter Unterstützung zu: "Seit 2006 erhöhte das Land seine Zuwendungen um über eine Million auf 2,7 Millionen Euro." Angesichts der wachsenden Aufgaben werde diese Summe beibehalten.