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Abgas-Vorwürfe: Fiat Chrysler wird verklagt

Abgas-Vorwürfe: Fiat Chrysler wird verklagt

(dpa) Erst Volkswagen, nun Fiat Chrysler: Die US-Regierung hat einen zweiten Großkonzern der Autoindustrie wegen angeblichen Abgas-Betrugs verklagt. Fiat Chrysler wird beschuldigt, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben.

Das geht aus der Klageschrift hervor, die das Justizministerium bei einem Gericht in Detroit im US-Bundesstaat Michigan im Auftrag der Umweltbehörde EPA einreichte.
Die EPA hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass sie nach dem Skandal bei Volkswagen auch Fiat Chrysler wegen geschönter Abgaswerte im Visier habe. Der Manipulationsverdacht habe sich bestätigt, teilte die Behörde jetzt mit. Die Eröffnung des Zivilverfahrens markiert eine schwere Eskalation des Konflikts und könnte für den Hersteller einen langwierigen Rechtsstreit mit hohen Kosten bedeuten.
Fiat Chrysler äußerte in einem Statement Enttäuschung über den Schritt des Ministeriums. Der Konzern prüfe nun die Klageschrift und beabsichtige, sich energisch zu verteidigen. Trotz des Rechtsstreits werde man aber weiter mit den Umweltämtern in den Vereinigten Staaten kooperieren, um die Bedenken der Behörden rasch und einvernehmlich auszuräumen.
An der New Yorker Börse geriet die Aktie von Fiat Chrysler unter Druck und ging mit einem Minus von gut vier Prozent aus dem Handel.