Abzocke geht weiter

TRIER. (wie) Die Abzocke per Internet zieht immer weitere Kreise. Nach unserer Berichterstattung über die Machenschaften der Hamburger Firma HFM meldeten sich zahlreiche Leser bei uns, die ebenfalls Rechnungen für angebliche Internetdienstleistungen erhalten haben.

Die Namen der Firmen sind immer andere. Doch die Masche ist dieselbe: Sie verlangen Geld für angebliche Internetdienstleistungen (wir berichteten). Mal ist es die Hanseatische Abrechnungssysteme GmbH (HFM), die 69,95 Euro will, dann ist Digital Web Media Limited, ebenfalls mit Sitz in Hamburg, und ein anderes Mal ist es HFM, die 49 Euro kassieren will. Dubios dabei ist nicht nur, dass alle Firmen in Hamburg ihre Adresse haben. Auffällig auch, dass viele Leser berichten, dass sie nachdem sie Einspruch gegen eine Rechnung eingelegt haben, plötzlich Post von einer anderen Firma mit der nächsten Forderung bekommen haben. Es scheint sich also jeweils um ein und dieselbe Firma zu handeln, die versucht, Internetnutzer abzuzocken. Wie die Reaktionen der TV -Leser zeigen, scheint das Unternehmen derzeit äußerst aktiv zu sein in der Region. Die Regulierungsbehörde rät, keinesfalls die Rechnungen zu bezahlen, da es sich dabei um einen illegalen Dialer handele. Auch bei TV -Leser Werner Pitsch aus Binsfeld (Kreis Bernkastel-Kues), der sich wegen der Masche an uns gewendet hatte, haben sich zahlreiche Opfer der Abzocker gewendet. Doch weder ihm noch den anderen, die ebenfalls zur Kasse gebeten wurden, ist es bislang gelungen, Kontakt zu einer der Firmen zu bekommen. Eine Betroffene hat eine Mahnung erhalten, auf der eine teure 0190-er-Kunden-Hotline genannt wurde. Einige der Rechnungsempfänger haben wohl auch das verlangte Geld gezahlt, das damit verloren sein dürfte. Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Mailen Sie uns: thema@volksfreund