"Am Garten wird nicht gespart"

"Am Garten wird nicht gespart"

Präsenz zeigen, Kunden gewinnen, beraten, verkaufen: Knapp über 70 Aussteller haben am Wochenende auf der Gartenmesse Trier gezeigt, was sie zu bieten haben und wo die Trends hingehen. Sie profitieren davon, dass Investitionen ins Eigenheim weiterhin Konjunktur haben.

Trier. "Wir fahren lieber einmal weniger in den Urlaub und investieren ins Haus. Bei uns haben wir das ganze Jahr etwas davon", zitiert Jürgen Müller, Geschäftsführer der Franz Müller GmbH aus Niederprüm, eine Aussage, die er von Kunden kennt. Müller ist einer von knapp über 70 Ausstellern, die am Wochenende ihre Stände in der Messehalle Trier aufgebaut haben. Er ist das erste Mal unter anderem mit Gartenmöbeln und Whirlpools auf der Gartenmesse Diga.
Der Wunsch, ins eigene zu Hause zu investieren, scheint ungebrochen, wie auch andere Aussteller bestätigen. Die Bauelemente Ziewers GmbH aus Plascheid präsentieren sich unter anderem mit Sonnenschutz und Gartenmöbeln. Auch für "hochwertige Produkte" sei grundsätzlich ein Markt da, sagt der Berater Karl-Heinz Jüngels - für Kunden, "die sich das leisten wollen und können" und die sich sagten: "Wenn, dann richtig."
Januar-Termin umstritten


"Am Garten wird nicht gespart", so der Veranstalter Dieter Maier von der SüMa Maier Messen Märkte und Events GmbH. Laut Maier kamen insgesamt knapp 7000 Menschen an den drei Tagen in die Messehalle - 1500 weniger als erwartet. Gründe könnten das Wetter sein oder die wachsende Zahl von Messen dieser Art. Die Aussteller hätten sich dennoch zufrieden geäußert: "Die Qualität der Besucher war gut", so Maier. Schon jetzt kündigt er an, die Diga 2014 wieder in Trier anzubieten.
Das Publikum ist gemischt: Familien mit kleinen Kindern sammeln in Bastkörben Blumenzwiebeln. Senioren schlendern durch die Reihen und suchen nach Anregungen für ihren Garten. An den Ständen von Markisen, Wintergärten und Terrassen finden Beratungsgespräche statt. Und in einer Essenspause zeigen sich Besucher ihre erstanden Dekorationsobjekte.
Und das alles mitten im Winter. Zu der Frage, wie sinnvoll eine Gartenmesse im Januar ist, gehen die Meinungen auseinander. Manche finden sie zu früh, zu weit entfernt vom Saisonbeginn.
Auch Dieter Maier von der SüMa GmbH räumt ein, der Zeitpunkt sei nicht der beste und fügt lächelnd hinzu, ihm sei es am liebsten, wenn es den Monat März dreimal gebe. Andere finden den Termin "sehr gut", wie etwa Jürgen Berens vom gleichnamigen Fachbetrieb aus Gindorf, der unter anderem im Terrassenbereich berät. "Die Leute sind schon offen fürs Frühjahr. Wer etwas vorhat, fängt jetzt an zu planen."
Ähnlich sieht es Kevin Lopez von der Holzteam Reuther GmbH, die in Simmern und Schweich zu finden ist. Bei ihm kann man sich über Terrassenbeläge informieren. Der Trend, sagt Lopez, gehe zu einem Holz-Kunststoff-Gemisch, das nicht so pflegeintensiv sei wie Holz.
"Wir können froh sein, dass so eine Messe in Trier angeboten wird", findet Ralf Hermesdorf vom Gartenbaubetrieb Erihum Hermesdorf in Trier. Er ist von Anfang an dabei und habe "immer einige Aufträge" bekommen. Er hat einen neuen Aussteller von der Messe überzeugt und stellt gemeinsam mit der Stefan Weibler GmbH aus. Die Maler- und Raumausstatter aus Trier sind etwa mit Sonnenschutz vertreten. Mitarbeiterin Jennifer Franz zeigt sich erfreut darüber, wie wissbegierig die Messebesucher seien. Gefragt nach Trends antwortet sie: Markisen seien wieder gefragt, ebenso freihängende Sonnenschirme. Gut sei eigentlich alles "was nicht Standard ist".