April bringt Arbeitsmarkt langsam in Schwung

April bringt Arbeitsmarkt langsam in Schwung

Die Situation am regionalen Arbeitsmarkt ist gut. Doch in einigen Bereichen erkennen die Experten ein Abflachen der positiven Entwicklungen. Für die Arbeitsagentur gibt es darauf nur eine Lösung: Arbeitgeber und Bewerber noch intensiver beraten.

Trier. Der April hat dem regionalen Arbeitsmarkt einen positiven Impuls beschert. Die Arbeitslosenquote ist von 4,5 Prozent auf 4,2 Prozent gesunken. "Rund 750 Frauen und Männer haben in den vergangenen vier Wochen eine neue Arbeitsstelle gefunden. Das sind mehr Menschen als im April 2012," beschreibt Edeltraud Nikodemus, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Trier, die Situation. Somit suchen gut 11 500 Menschen einen Job. Gleichzeitig hat der Arbeitsmarkt aber auch etwas an seiner Dynamik eingebüßt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften flacht ab. In den vergangenen vier Wochen wurden 871 neue Stellen gemeldet. Das sind rund 150 Angebote weniger als im April 2012. Insgesamt stehen den arbeitsuchenden Menschen 2607 offene Stellen zur Verfügung - zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Krise in Europa


Derweil hat die Rezession die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf einen neuen Höchststand getrieben. 19,2 Millionen Menschen waren im März in den 17 Ländern ohne Job, teilte das EU-Statistik-amt Eurostat mit. Das entspricht einer Quote von 12,1 Prozent - ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat und 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind enorm. Die Spannbreite zwischen Österreich mit 4,7 Prozent - das Land mit der niedrigsten Quote - und Griechenland mit 27,2 Prozent (im Januar) beträgt 22,5 Prozentpunkte. Deutschland meldete nach Österreich mit 5,4 Prozent weiterhin eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten, gefolgt von Luxemburg mit 5,7 Prozent. Neben Griechenland ist die Lage am schlimmsten in Spanien (26,7 Prozent) und Portugal (17,5 Prozent).