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Arbeitsmarkt: Alle Anzeichen für ein gutes Jahr

Arbeitsmarkt: Alle Anzeichen für ein gutes Jahr

Knapp 2000 Arbeitslose mehr als im Vormonat und doch sind alle Verantwortlichen zufrieden? Der Grund dafür ist einfach: Traditionell schnellt die Arbeitslosenzahl im Januar hoch. Die aktuell 11 673 Frauen und Männer ohne Job sind der beste Wert in den letzten 30 Jahren.

Trier. "Der Arbeitsmarkt ist so stabil wie nie zuvor", jubelt die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Zum Jahresauftakt ist die Arbeitslosigkeit wieder leicht gestiegen, auf 3,08 Millionen Deutsche, die im Januar ohne Job waren. Das sind bundesweit 302 000 mehr als im Dezember. Doch der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise führt dies ausschließlich auf jahreszeitliche Gründe zurück, die die Zahl nach oben getrieben haben.
Von Krise am Arbeitsmarkt kann auch in der Region keine Rede sein. Mit 11 673 Personen waren zwar wesentlich mehr Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet (9764, Arbeitslosenquote 4,4 Prozent, plus 0,7) als noch im Dezember, die Arbeitslosenzahl liegt aber weiterhin um 1500 Personen unter der Zahl des Januars 2011. "In den letzten 30 Jahren lag die Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn noch nie unter der Grenze von 12 000 Personen", beschreibt der Chef der Arbeitsagentur Trier, Wolfram Leibe, die Entwicklung. Dafür gebe es zwei maßgebliche Faktoren. Zum einen sei die Stimmung in der Wirtschaft optimistisch, zum anderen habe der bisher milde Winter die Zahl der witterungsbedingten Kündigungen niedrig gehalten. "Wir haben aktuell fast 100 Personen aus diesem Bausektor weniger arbeitslos gemeldet als noch vor einem Jahr", so Leibe. Insgesamt sei die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar deshalb "unspektakulär". Der Winter sei in der Region geprägt von stärkerer Arbeitslosigkeit, die sich zum Frühjahr aber schnell wieder abbaue. "Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass dies im laufenden Jahr anders wird", sagt Agentur-Chef Leibe.