Arbeitsmarkt: Saisonkräfte leiden im Winter

Arbeitsmarkt: Saisonkräfte leiden im Winter

Der eisige Winter hat seine Spuren im regionalen Arbeitsmarkt hinterlassen: Die Zahl der Arbeitslosen ist von Ende Dezember bis Ende Januar um gut 2300 Menschen auf nun 13 216 gestiegen. Der Zuwachs hat vor allem saisonale Gründe.

Trier. Bei eisiger Kälte geht nichts am Bau, die Hotels an der Mosel und in der Eifel haben kaum Gäste und auch in der Landwirtschaft oder im Weinbau gibt es derzeit wenig zu tun. Der Winter hat im Januar den regionalen Arbeitsmarkt im Griff.
In der Gastronomie Besserung erst ab Ostern

"Nach dem massiven Wintereinbruch im Dezember haben viele Arbeitnehmer noch Überstunden und Urlaub abgebaut und sind dadurch erst zu Jahresbeginn arbeitslos geworden. Dies erklärt den starken Anstieg der Arbeitslosenzahl um 2316 Personen auf nunmehr 13 216 Arbeitslose im Januar", erklären die Experten der Agentur für Arbeit Trier die jüngste Entwicklung. In der Baubranche macht sich das schlechte Wetter am stärksten bemerkbar - knapp 550 Menschen aus diesem Wirtschaftszweig verloren im Januar ihren Job. Im Gastgewerbe gab es für knapp 400 Mitarbeiter keine Beschäftigung mehr, die Dienstleistungsbranche hat rund 320 Mitarbeiter entlassen, davon entfallen fast 180 auf Zeitarbeitsfirmen, die sich von ihren Mitarbeitern getrennt haben. Während zum Beispiel die Bauwirtschaft und die Landwirtschaft unmittelbar vom Wetter abhängig sind, richtet sich die Saison in der Gastronomie nach dem Kalender - und Besserung auf breiter Front ist hier erst ab Ostern in Sicht.

Doch der Chef der Trierer Agentur für Arbeit, Wolfram Leibe, bleibt optimistisch: "Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region Trier ist weiterhin gut. Mit mehr als 2500 zu besetzenden Arbeitsstellen können wir vielen Arbeitslosen ein passendes Angebot unterbreiten", erklärt er. Die Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen steht mit 1673 arbeitslosen jungen Menschen besser da als vor einem Jahr (1685). Auch die Entwicklung bei der Kurzarbeit ist aus Sicht der Arbeitsagentur positiv. Die Zahl der Arbeitnehmer und der Betriebe, die zur Kurzarbeit zugelassen sind, ist auch im Januar erneut gesunken. In der Region Trier waren im Januar 3227 Arbeitnehmer in 164 Betrieben zur Kurzarbeit zugelassen, dies ist im Vergleich zum Dezember ein Rückgang um 1103 Arbeitnehmer und 61 Betriebe. Im Januar 2010 waren es noch 10 689 Arbeitnehmer in 424 Betrieben.

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