Arla investiert 17 Millionen Euro in der Eifel

Arla investiert 17 Millionen Euro in der Eifel

Seit 2012 gehört die ehemalige Milch-Union Hocheifel in Pronsfeld zum internationalen Milchkonzern Arla Foods. In diesem Umfeld hat sich das Geschäft im vergangenen Jahr weiter entwickelt: Der Konzern hat den höchsten Ertrag in der Unternehmensgeschichte erzielt.

Pronsfeld/Düsseldorf. Milch ist derzeit wieder weltweit begehrt. Das zeigt sich auch in den Zahlen, die die internationale Molkerei Arla gestern vorgelegt hat: Der Umsatz stieg gegenüber 2012 auf rund 9,85 Milliarden Euro, was einem Umsatzzuwachs von 16,6 Prozent entspricht. Das Nettojahresergebnis des Konzerns erreicht drei Prozent des Umsatzes, nämlich rund 295 Millionen Euro gegenüber rund 255 Millionen Euro im Jahr 2012. Insgesamt haben die Milchbauern 9,5 Milliarden Kilogramm Milch (2012 waren es 7,5 Milliarden Kilogramm) an die Werke geliefert.
Für die Landwirte ist natürlich der Auszahlungspreis für ihre Milch wichtig: "2013 betrug der Milchabnahmepreis 40,33 Eurocent. Der Milchabnahmepreis ist das, was insgesamt im Jahr für die Milch ausgezahlt wurde, plus Konsolidierung und Nachzahlung", erklärt Pressesprecher Wolfgang Rommel. Im Jahr zuvor lag der noch bei 35,8 Cent.
Auch der Arla-Vorstandsvorsitzende Peder Tuborgh ist zufrieden mit dem Jahr: "Der Rohstoff Milch ist weltweit im Wert gestiegen. Dies hat unserer Geschäftsentwicklung Rückenwind verliehen." Großbritannien (2,57 Milliarden Euro/26 Prozent), Schweden (1,55/16 Prozent) und Deutschland (1,45/15 Prozent) sind für den Konzern die wichtigsten Märkte. Doch der Wachstumsbereich liegt im Exportgeschäft außerhalb der EU: Die 2013 erzielten Umsatzzuwächse betrugen in Russland 35 Prozent, in China 60 Prozent und im Mittleren Osten und Afrika zehn Prozent. In diesem Bereich erwirtschaftet der Konzern elf Prozent oder gut eine Milliarde Euro Umsatz.
Das Werk in Pronsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) spielt im Konzern eine bedeutende Rolle. Seit der Fusion ist die Mitarbeiterzahl um 50 Mitarbeiter auf nun gut 900 Beschäftigte gestiegen. Und in diesem Jahr investiert Arla wieder kräftig in seinen Eifelstandort: 16,9 Millionen Euro sind eingeplant, unter anderem in den Ausbau der Butterei. "Die Butterei wird größer werden als im ersten Schritt geplant, da Arlas deutsche Butteraktivitäten künftig in Pronsfeld gebündelt werden. Ab dem Sommer wird in Pronsfeld nicht nur das Mischstreichfett Arla Kærgården produziert, sondern zusätzlich auch Markenbutter in der 250-Gramm-Packung", sagt Wolfgang Rommel dem TV. In der Endausbaustufe könnten 50 000 Tonnen Butterprodukte jährlich in Pronsfeld produziert werden.Extra

Arla Foods ist ein globales Molkereiunternehmen sowie eine Genossenschaft, im Besitz von mehr als 13 500 Landwirten aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Belgien und Luxemburg. Arla-Produkte werden etwa unter Markennamen wie Arla, Lurpak und Castello in mehr als 100 Ländern der Erde vertrieben. Arla verfügt über Produktionsstätten in zwölf Ländern und Vertriebsniederlassungen in insgesamt 30 Ländern. Arla ist außerdem der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bioqualität. Deutschland gehört zu den sechs Kernmärkten des Unternehmens. Arla Foods ist nach dem Zusammenschluss mit der Milch-Union Hocheifel eG Ende 2012 das drittgrößte Molkereiunternehmen in Deutschland. In Deutschland verzeichnete Arla im vergangenen Jahr ein deutliches Umsatzwachstum von rund 844 Millionen Euro auf jetzt knapp 1,45 Milliarden Euro. Dies resultiert allerdings im Wesentlichen aus den Fusionen des Jahres 2012 (Milch-Union Hocheifel eG). hw