Aufschwung macht Sommerpause

Aufschwung macht Sommerpause

Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Region gestiegen. Erwartungsgemäß - denn mit Ende des Ausbildungsjahres dauert es meist einige Wochen, bis die Abgänger wieder versorgt sind. 11 036 Menschen sind arbeitslos, die Arbeitslosenquote ist auf 4,1 Prozent (+ 0,2) gestiegen - kein Grund zur Sorge.

Trier. In der Region Trier sind aktuell 11 306 Menschen arbeitslos. Das sind 739 Menschen mehr als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote ist damit wieder über die Vier-Prozent-Marke gehüpft - doch auch die jüngsten Zahlen vom regionalen Arbeitsmarkt geben keinen Grund zu übertriebener Sorge. Im Gegenteil: Ursache für diesen Anstieg ist das Ende des Ausbildungsjahres, die höhere Arbeitslosenzahl schlägt sich daher vor allem bei den Jugendlichen nieder. "Diesen Effekt können wir in jedem Jahr verzeichnen. Der Arbeitsmarkt in der Region ist sehr robust, in der Regel findet der größte Teil dieser jungen Menschen bis September wieder einen Arbeitsplatz", sagt Wolfram Leibe, Chef der Trierer Arbeitsagentur. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent im Juli liege man auf dem Niveau von 2008, stellt Leibe zufrieden fest und nennt weitere positive Aspekte. "Die Zahl der offenen Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 1200 angestiegen. Arbeitsstellen sind derzeit vor allem im Einzelhandel im Gastgewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen zu besetzen." Gesucht seien in diesen Branchen vor allem Fachkräfte mit Berufserfahrung.

Günstig auch die Entwicklung bei der Kurzarbeit in der Region: Derzeit sind insgesamt 223 Betriebe mit 4913 Arbeitnehmern in der Region Trier zur Kurzarbeit gelistet. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 347 Betriebe mit 8502 Mitarbeitern

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli saisonbedingt um 39 000 auf 3 192 000 gestiegen. Das waren aber 271 000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. In Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit vor allem wegen unversorgter Ausbildungs- und Studienabsolventen gestiegen - hier allerdings kräftiger als in den Vorjahren. Insgesamt waren 120 900 Menschen im Land arbeitslos, fast 4400 mehr als vier Wochen zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur erklärte.

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