| 20:37 Uhr

Aus dem Trierer Praktiker wird ein Max-Bahr-Markt

Trier. Die Stunden des Praktiker-Marktes in Trier sind gezählt. Doch für die rund 90 Mitarbeiter geht es dennoch weiter. Nach Abverkauf und Umwandlung öffnet ein Max-Bahr-Markt in Trier - alle Beschäftigten bleiben an Bord.

Trier. Die Neuausrichtung der in Schwierigkeit steckenden Praktiker AG zeigt nun auch in Trier Wirkung. Für die Mitarbeiter und den Markt aber scheinen dies zunächst nur gute Nachrichten zu sein. Die Trierer Praktiker Filiale, die 2005 eröffnet wurde, gehört zu jenen 120 Standorten, die in diesem und dem kommenden Jahr in einen Max-Bahr-Markt umgewandelt werden.
Marktleiter bleibt


Auf Anfrage bestätigte eine Unternehmenssprecherin dem TV, dass die Mitarbeiter übernommen werden und "Marktleiter ist und bleibt Jan Kessler".
Der Praktiker Markt in Trier hat in etwa eine Verkaufsfläche von 9000 Quadratmetern. "Alle Mitarbeiter werden von Max Bahr übernommen und während der umbaubedingten mehrwöchigen Schließungsphase intensiv geschult - insbesondere auf das hohe Serviceverständnis von Max Bahr", sagte die Sprecherin. Zuvor aber gibt es nioch einen großen Abverkauf.
Seit Monaten kämpft die Baumarktkette, die ihren Ursprung im saarländischen Kirkel hat, ums Überleben. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms werden dabei knapp 120 der insgesamt 234 Praktiker-Filialen auf die noch überwiegend in Norddeutschland bekannte Baumarktkette Max Bahr umgerüstet. Gestern haben nun die ersten sieben neuen Märkte unter dem Label, vorwiegend im Norden und Osten Deutschlands, eröffnet.
Eröffnung vor Weihnachten


Die Filiale in Trier wird in der dritten Umrüstungswelle umgebaut. Max Bahr ist derzeit mit rund 80 Märkten bundesweit vertreten. Die nächstgelegenen Märkte sind in Mainz und Koblenz. Max Bahr gibt es seit 1879. Es wurde in Hamburg als Stellmacherei gegründet. Die insgesamt sieben Märkte der dritten Umbauwelle (Wolfen, Bocholt, Trier, Unna, Erfurt, Marl und Bergheim) sollen unter der neuen Marke zwischen Ende November und Mitte Dezember neu eröffnet werden. So sollen rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft das äußere Erscheinungsbild, das Marktlayout, die Sortimente und Dienstleistungen der neuen Marke angepasst sein.
Für die Umbauphase hat das Unternehmen bis zu vier Wochen kalkuliert. hw