Aus Föhren nach ganz oben

Aus Föhren nach ganz oben

Was Eigenes machen wollten vor zwölf Jahren drei Angestellte aus der Informationstechnik-Branche. Das Ergebnis: die IT-Haus Föhren GmbH, ein Systemhaus, das als Handel und Dienstleister rund um den Computer deutschlandweit arbeitet.

Föhren. Der Begriff "Systemhaus" ist durchaus einer, der zu Verwirrung führen kann. Davon kann auch der Geschäftsführer des IT-Hauses erzählen. Einmal, sagt Thomas Simon, habe jemand an der Tür gestanden und sich nach Fertighäusern erkundigt. Da war er natürlich komplett an der falschen Stelle.

Handel und Dienstleistung unter einem Dach



Denn wenn es um eines nicht geht, dann um Häuser. Sondern um Informationstechnik, kurz: IT. Die IT-Haus GmbH in Föhren ist das größte Systemhaus in Rheinland-Pfalz. Im Angebot, und da kommen wir dem Begriff Systemhaus näher, hat sie IT-Dienstleistungen und den Handel mit IT. Es geht um Computer, Drucker, Server, Netzwerke, um den Verkauf und die Betreuung dieser Anlagen. Um das gesamte System, um alles, was mit Informationstechnik zu tun hat. Darüber hinaus ist das IT-Haus Gründer und Mitausrichter der jährlichen IT-Messe in Trier.

Begonnen hat die Geschichte der Firma 1998. "Drei Kollegen der Geschäftsführung haben bereits in der Branche gearbeitet und wollten ihr eigenes Ding machen", erzählt Thomas Simon, Geschäftsführer Nummer vier des Unternehmens. "Einer davon war mein Bruder. Er hat mich gefragt, ob ich nicht miteinsteigen möchte." Gegründet wurde das Unternehmen dann mit drei Chefs und zwei Mitarbeitern zunächst als Handelshaus. Gehandelt wird heute auch noch - Hauptkunden sind Großunternehmen, mittelständische Unternehmen und öffentliche Auftraggeber, viele davon aus der Region. Für Privatkunden gibt es mit titoco einen Onlineshop. Handel wird seit 2000 durch Dienstleistung ergänzt. "Wir beraten Kunden rund um den Computer, verkaufen ihnen diesen, installieren und konfigurieren ihn und halten ihn am Laufen", erklärt Simon, "wir betreuen den Kunden also über den gesamten Lebenszyklus des Produktes." Außerdem im Programm: Reparaturen.

Noch mehr Standorte in ganz Deutschland



Nach 1998 ist das Geschäft stetig gewachsen - umsatzmäßig und räumlich. Heute arbeiten 110 Menschen dort, in Föhren "bewohnt" das Unternehmen rund 4000 Quadratmeter in zwei Gebäuden. Standorte gibt es nicht nur im Industriepark in Föhren. Inzwischen hat die Firma auch Geschäftsstellen in Köln, Hamburg, Berlin und Dresden. Weitere sollen folgen.

Zurzeit gehört die Firma zu den 20 erfolgreichsten Systemhäusern in Deutschland. Und dort möchten Thomas Simon und seine Kollegen nicht bleiben. In den kommenden drei bis vier Jahren soll die 100 Millionen-Umsatzgrenze erreicht werden. Außerdem streben die Föhrener die Top Ten an. Größer werden ist also die Devise. Simon: "Nischen besetzen ist nicht unser Part."

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