Auszeichnung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

LAndwirtschaft : Alles im Grünen Bereich: 64 neue Führungskräfte

(hw) Die WIrtschaft sucht händeringend nach gutem Nachwuchs. Das gilt auch für die Grünen Berufe. In Bad Kreuznach hat nun die Landwitschaftskammer Rheinland-Pfalz ihren Nachwuchs ausgezeichnet. 64 Meister haben ihre Meisterprüfung mit Erfolg bestanden.

„Sie sind bestens vorbereitet, um beruflich durchzustarten“, sagte Ökonomierat Norbert Schindler, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Für Schindler ist die beste Qualifikation gerade gut genug, um die Herausforderungen zu meistern, die im beruflichen Alltag auf die jungen Führungskräfte zukommen. 21 Forstwirtschaftsmeister, 28 Landwirtschaftsmeister und 15 Winzermeister haben allen Grund zum Feiern.

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ist für diese Meisterprüfungen zuständig und trägt die Verantwortung für das Prüfungswesen. Schindler dankte im Rahmen der Feier allen Partnern, die insbesondere bei den Vorbereitungslehrgängen und Prüfungen mitgewirkt haben. Er lobte hier die Zusammenarbeit mit den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum und dem Forstwirtschaftlichen Bildungszentrum. Staatsekretärin Daniela Schmitt aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau nahm diesen Dank gerne persönlich entgegen. Die in ihrer Verantwortung stehenden Berufsbildenden Schulen Agrarwirtschaft haben durch Berufsschule, Fachschule und Unterrichts- und Prüfertätigkeit ihren Anteil an dieser Qualifikation. Sie brachte dies in ihrer Grußansprache zum Ausdruck. So erhielten auch die Jungmeister/innen ihre Meisterbriefe aus der Hand von Ökonomierat Norbert Schindler mit einer persönlichen Gratulation der Staatssekretärin.

Kammerpräsident Schindler wies darüber hinaus darauf hin, dass ohne ehrenamtliches Engagement Fortbildungen und Prüfungen in diesem Maße nicht möglich seien. Die Arbeit der Prüfungsausschüsse sei nicht zu unterschätzen. Als Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder als Lehrkraft sind sie in das Prüfungsgeschehen eingebunden. Es ist daher folgerichtig, diese Akteure für ihre Tätigkeit zu ehren.

Seit 2017 gibt es einen zusätzlichen Anreiz, den Meister in einem der Grünen Berufe zu machen: den Aufstiegsbonus I. Wer seine Meisterprüfung bei der Landwirtschaftskammer erfolgreich besteht und in Rheinland-Pfalz arbeitet, erhält eine Anerkennungsprämie in Höhe von 1000 Euro. „Das Angebot wird gut angenommen“, berichtete Präsident Schindler. 156 Anträge seien bisher bei der Landwirtschaftskammer eingegangen.

Daneben gebe es den Aufstiegsbonus II, den erhalte, wer sich nach erfolgreich absolvierter Meisterprüfung innerhalb von zehn Jahren selbstständig macht oder als Teilhaber einsteigt. Hier gab es 19 Anträge in den Jahren 2017/2018 und bereits 16 Anträge in diesem Jahr. „Ich kann Sie nur dazu animieren, sich diese Förderung in Höhe von 2500 Euro zu sichern“, so Schindler. Schindler appellierte an die Landesregierung, die Förderbeträge anzuheben. „Wenn man Schulen und Studium kostenfrei anbietet, muss dies auch für die Meisterfortbildung gelten.“

Neben der Übergabe der Meisterbriefe wurden die Sieger im Wettbewerb Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 ausgezeichnet. Der Titel ging im ersten Rang an den landwirtschaftlichen Betrieb Neises GbR aus Idenheim (siehe Artikel oben), im 2. Rang an die Imkerei Bunsen aus Heiligenmoschel und im 3. Rang an den Pferdewirtschaftsbetrieb Gut Rodenkircherhof aus Kirchheimbolanden.

Die neuen Meister:

Landwirtschaftsmeister-Kurs Wittlich: Johannes Brendel, Börrstadt (Donnersbergkreis), Michael Clemens, Rockeskyll (Vulkaneifel), Christoph Daun, Hörscheid (Vulkaneifel), Tobias Fiedler, Habscheid-Hallert (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Philipp Hauter, Herschweiler-Pettersheim (Kusel), Christian Hettinger, Mannebach (Trier-Saarburg), Daniel Keber, Spabrücken (Bad Kreuznach), Christian Krupp, Perl (Merzig-Wadern/Saarland), Kevin Lemmer, Geichlingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Patrick Meier, Ingendorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Christian Meutes, Rommersheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Michael, Peifer-Weihs, Üttfeld-Hut (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Stefan Peters, Buchet (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Axel Pinten, Dingdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Alexander Pütz, Eilscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Thomas Reiter, Burbach (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Ralf Zelder, Plein (Bernkastel-Wittlich).

Elf weitere Landwirtschaftsmeister kamen aus dem Kurs in Montabauer. Von den 21 neuen Forstmeistern kommen Patrick Fink, Neuerburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Sebastian

Junk, Landscheid (Bernkastel-Wittlich), Peter Michels, Orlenbach (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Andreas Raskop, Landscheid (Bernkastel-Wittlich) aus der Region Trier. Zudem haben landesweit 15 Winzermeisterinnen und -meister ihren Brief erhalten.

Für für 20-jährige Prüfertätigkeit wurden aus der Region geehrt: Thomas Neises, Idenheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Stefan Densborn, Oberkail (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Dr. Thomas Priesmann, Bitburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Christa Thiex, Bitburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm).

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