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Bahn-Tochter fährt ab 2013 auf der Eifelstrecke

Trier. Ab Dezember 2013 sollen neue, moderne Züge auf der Eifelstrecke zwischen Trier und Köln fahren. Die Bahntochtergesellschaft DB Regio Rheinland hat die Ausschreibung für die 164 Kilometer lange Strecke gewonnen.

Im Herbst vergangenen Jahres sah es noch so aus, als würden vorerst weiter die alten Dieselzüge auf der Eifelstrecke fahren. Auf die europaweite Ausschreibung für die Bahnverbindung von Trier über Gerolstein nach Köln haben sich nur zwei Unternehmen beworben, die Bahn und die vor zwölf Jahren in Trier gegründete Gesellschaft Transregio. Doch beide Bieter lagen mit ihren Angeboten weit über dem, was die Betreiber des sogenannten Kölner Dieselnetzes - auf der rheinland-pfälzischen Seite der Zweckverband SPNV Nord, in Nordrhein-Westfalen die beiden Zweckverbände NVR und NWL - bereit waren zu zahlen. Dem Vernehmen nach wollte die Bahn, die die Eifelstrecke derzeit betreibt, 125 Millionen Euro und Transregio 88 Millionen Euro. Daraufhin wurde die Ausschreibung aufgehoben. Im folgenden Verhandlungsverfahren bot statt der Bahn nun die 100-prozentige Tochtergesellschaft, die DB Regio Rheinland, an, die Strecke für 80 Millionen Euro zu betreiben. Gestern wurde bekannt, dass das Unternehmen quasi auf den letzten Drücker den Zuschlag erhielt und ab Dezember 2013 mit neuen Zügen und einem ausgeweiteten Angebot zwischen Trier und Köln fahren wird. Damit wird erstmals in der Region eine Tochtergesellschaft der Bahn eine Strecke betreiben. Kritiker sehen in DB Regio Rheinland ein Billigunternehmen, das nicht an Tariflöhne gebunden sei und Lohndumping betreibe. Die Löhne sollen 20 Prozent unter dem der Bahn liegen. Daher, so Kritiker, habe das Unternehmen ein derart günstiges Angebot abgeben können.

Weiterer Knackpunkt: Auf der Strecke sollen neue Züge vom Typ Lint vom Hersteller Alstom eingesetzt werden. Diese müssen aber erst noch gebaut werden. Beim SNPV Nord ist man trotz allem zuversichtlich, dass die Triebwagen rechtzeitig fertig werden wie geplant ab Dezember 2013 auf der Eifelstrecke rollen können, anders wie auf der Strecke Perl-Trier-Koblenz, wo seit 2009 ein neuer, moderner Nahverkehrszug fahren soll.

Die Züge auf der Eifelstrecke vom Typ Lint 54 und Lint 81 sollen zwischen 180 und 480 Sitzplätze bieten, sie sollen behindertengerecht und klimatisiert sein, an den Plätzen soll es Steckdosen für Laptops geben. Außerdem sollen alle Wagen mit einer Videoüberwachung und einer Notsprechanlage zum Lokführer ausgestattet werden. wie