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Bei Leysser laufen die Geschäfte weiter

Insolvenz : Positives Signal für die Leysser GmbH

(hw) Trotz wirtschaftlichen Schwierigkeiten gehen die Geschäfte bei der Leysser GmbH weiter. Dies hat Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Tobias Laub dem TV mitgeteilt: „Der Gläubigerausschuss hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, die Geschäfte von Leysser sowohl am Zentralstandort in Idar-Oberstein als auch in den Niederlassungen in Trier und Saarbrücken fortzuführen“, berichtet Laub, der als Insolvenzverwalter bestätigt wurde.

„Dies gibt uns die Zeit, die begonnenen Gespräche mit den verschiedenen Übernahmeinteressenten fortzuführen.“ Damit wird der Geschäftsbetrieb ohne wesentliche Einschränkungen bis auf weiteres fortgeführt. Für die Investorensuche arbeitet der Insolvenzverwalter mit der Trierer Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Mentor AG zusammen. Ziel sei es für das Unternehmen, einen Investor zu finden. Insgesamt arbeiten bei Leysser rund 220 Mitarbeiter. Leysser betreibt auch in Trier ein Bad­studio und Entnahmelager für Handwerker in der Metternichstraße. Dort sind etwa 30 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen. Während auch in Saarbrücken 30 Mitarbeiter beschäftigt sind, arbeiten am Stammsitz mit Zentralager rund 160 Beschäftigte. Leysser ist im Bereich Sanitär-Heizung-Klimatechnik (SHK) ein Fachhandelsunternehmen, dass auf den Fachhandel spezialisiert ist.  Seit dem 20. März 2020 befindet sich Leysser in einem Insolvenzverfahren, das nach mehrjährigen Restrukturierungsbemühungen auch aufgrund der allgemeinen Markt- und Branchenentwicklung unumgänglich geworden war, erklärt der Insolvenzspezialist. Zielsetzung von Management und Insolvenzverwaltung sei es, das Traditionsunternehmen mit Hilfe eines strategischen Investors neu zu positionieren. Dabei bietedas bisherige Geschäftsmodell von Leysser als Partner des regionalen Fachhandwerks sowie als Dienstleister für den DIY-Handel (Do-it-Youself-Handel/Bau und Heimwerker) unterschiedliche Ansätze. „Nach erfolgter Eröffnung des Insolvenzverfahrens steigen wir nun in konkrete Verhandlungen mit mehreren Interessenten ein, die uns unterschiedliche Szenarien für Leysser vorgestellt haben. Diese Verhandlungen wollen wir nach Möglichkeit bis zur Gläubigerversammlung Ende August zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht haben“, führt Dr. Tobias Laub weiter aus. Bis zu einer Entscheidung soll es auch keine wesentlichen Anpassungen in der Personalstruktur geben. Die etwa 220 Mitarbeiter, die im vorläufigen Insolvenzverfahren über das Insolvenzausfallgeld abgesichert waren, haben für die Sommermonate einer 25-prozentigen Kurzarbeit zugestimmt, um so ihren Beitrag zu einem Gelingen der Sanierung beizutragen.