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Biete Aushängeschilder, suche Geldgeber

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Wie wichtig ist Spitzensport für die regionale Wirtschaft? Mit welchen finanziellen Problemen kämpfen die Topvereine? Und wie können Wirtschaft und Sport zusammenfinden? Das sind die Themen der Veranstaltung "Spitzensport als Wirtschafts- und Standortfaktor" am 5. März in der IHK.

Trier. Seit Jahren kämpfen TBB-Basketballer, Eintracht-Fußballer, Handball-Miezen und Dolphins-Rollstuhlbasketballer um denselben regionalen Sponsorenkuchen, der nicht größer, sondern eher kleiner wird. Überregionale Partner finden sich kaum in den Sponsorenlisten der vier großen Vereine. Alle Klubs sind finanziell nicht auf Rosen gebettet.
Gleichzeitig sind die Zuschauerzahlen vor allem der Basketballer konstant hoch, die Region rühmt sich mit 25 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit. Auch Eintracht und Miezen haben ein großes Fanpotenzial - und dazu zählen auch viele Unternehmer oder Geschäftsführer von regionalen Unternehmen. Wie kann man Wirtschaft und Spitzensport zusammenbringen, um diesen weichen Standortfaktor Sport langfristig in der Region zu sichern? Dieses Thema - und eine Analyse der Situation des Wirtschaftsfaktors Spitzensport - stehen im Fokus einer Diskussionsveranstaltung, die am 5. März (ab 17 Uhr) federführend von der Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) organisiert wird. Partner sind die Handwerkskammer Trier (HWK), die Initiative Region Trier (IRT) sowie der Kreis Junger Unternehmer (KJU).
"Wir wollen eine Plattform bieten, um Sport und Unternehmen an einen Tisch zu bringen und gleichzeitig über die Rolle des Spitzensports in der Region zu informieren", sagt Ulrich Schneider, ehemaliger Torwart von Eintracht Trier und heute bei der IHK unter anderem für Existenzgründungen aktiv. Schneider hat die Gesamtkoordination der Veranstaltung inne, die vom Trierischen Volksfreund präsentiert wird und die sich vorrangig an Unternehmer richtet.
Wie es der FSV Mainz 05 in der Landeshauptstadt schafft, zu einer Marke zu werden, und welche Stellung der Fußball-Bundesligist in der regionalen Wirtschaft der Rhein-Main-Region mittlerweile erreicht hat, darüber berichtet Christian Heidel, Sportvorstand der 05er in einem Impulsreferat. Heidel ist auch Teilnehmer der ersten Diskussionsrunde, die sich der wirtschaftlichen Strahlkraft des Spitzensports in der Region Trier widmet.
Daneben diskutieren Manfred Bitter, Hauptgeschäftsführer der HWK Trier, Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Trierer Sportakademie, sowie Harry Thiele, Vorstandsmitglied von Eintracht Trier und selbst Unternehmer, die Situation.
In einer zweiten Diskussionsrunde stehen die Trierer Topvereine, deren Sponsoringkonzepte sowie ihre finanziellen Wünsche und Nöte im Mittelpunkt. Die TBB-Basketballer werden von Vorstand Sascha Beitzel vertreten, die Eintracht von Geschäftsführer Jens Schug, die Miezen von Vorstand Jürgen Brech und die Dolphins von Manager Günter Ewertz. Zudem sitzt als Vertreter der regionalen Unternehmen unter anderem Alfred Lorscheider, Geschäftsführer von Herres Sekt, mit am Tisch.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, doch schon ab 17 Uhr besteht im IHK-Tagungszentrum die Möglichkeit, Kontakte zwischen Wirtschaft und Spitzensport zu knüpfen. Neben den vier genannten Vereinen stellen auch die Kegler des KSV Riol, die Ruderer von Treviris Trier und die PST-Leichtathleten ihre Vereine, aber auch die Sponsoringmöglichkeiten vor. Auch im Anschluss an den offiziellen Teil besteht die Möglichkeit, den Netzwerkgedanken zu nutzen. "Es gibt viele gute Gründe, warum sich die regionale Wirtschaft mit dem Spitzensport auseinandersetzen sollte. Denn regionale Topleistungen im Sport sind nicht zum Nulltarif zu haben", betont Schneider.
Als Medienpartner widmet sich der Volksfreund in mehreren Artikeln der finanziellen Situation des Spitzensports in der Region, aber auch dem Standortfaktor aus Sicht von Kammern und Unternehmen.Extra

Anmeldungen bis 3. März an Ulrich Schneider ( schneider@trier.ihk.de ) oder an Tina Becker ( becker@trier.ihk.de ). Der Eintritt ist frei. BP