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Bildung ist keine Handelsware

Bildung ist keine Handelsware

TRIER. (sas) Mit rund 13 000 Besuchern in nur zwei Tagen hat sich die "Job+Karriere" als größte Bildungsmesse in Rheinland-Pfalz etabliert. Ob Ausbildung, Weiterbildung oder Wiedereinstieg: Das Interesse an diesen Themen ist bei den Menschen der Region höher als erwartet.

"Die Leute in der Region Trier sind manchmal etwas pfiffiger als anderswo." Das Kompliment des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Hans-Artur Bauckhage zur Eröffnung der "Job+Karriere" tut gut, nicht nur den Verantwortlichen des Vereins "Lernende Region Trier", die die zweite Bildungsmesse am Wochenende in den Moselauen organisiert haben. Es tut auch all den 13 000 Besuchern gut, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen, nach einem Wiedereinstieg in den Job suchen oder etwas mehr für ihre Qualifikation tun möchten. "Hier habe ich endlich mal alle Verantwortlichen zusammen, um mich über eine Weiterbildung, eine Berufsakademie und ein FH-Studium zu informieren", sagt Silke Nowacki aus Konz, die mit ihrer Freundin Steffi Hamm die Messe besucht. Und auch Matthias Brachmann nutzt die Gelegenheit, sich zu informieren. "Ich bin befristet angestellt, da schadet es nicht, sich mal umzuschauen", sagt der junge Trierer. Er hat längst begriffen, was die "Lernende Region" in die ganze Bevölkerung tragen will. "Bildung ist keine Handelsware", sagt Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Hans-Hermann Kocks als Vorsitzender des Vereins. So wird der Wunsch von Minister Bauckhage wohl erfüllt werden können: "Der Verein ist so wichtig, weil er aus der Region heraus und für sie ein Profil entwickeln kann", sagt er. Die "Job+Karriere" ist noch am heutigen Montag von 8.30 bis 15 Uhr geöffnet. Der Tag ist speziell auf Schüler ausgerichtet.