Bitte ein Gerolsteiner: Brunnen mit weiter steigendem Umsatz

Bitte ein Gerolsteiner: Brunnen mit weiter steigendem Umsatz

Das Wetter in diesem Sommer hat den Mineralwasserbrunnen in Deutschland nicht unbedingt in die Hände gespielt. Doch der Gerolsteiner Brunnen überzeugt dennoch mit guten Zahlen. Der scheidende Gerolsteiner-Chef Axel Dahm hat dafür Erklärungen.

Gerolstein. Trotz vieler Aufs und Abs ist der Gerolsteiner Brunnen mit den Zahlen für die ersten acht Monate des Jahres zufrieden. "Ich habe selten ein Jahr mit solchen Höhen und Tiefen erlebt wie dieses Jahr", sagt Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Gerolsteiner Brunnen. Der Brunnen-Chef kann sich dennoch mit guten Zahlen an der Spitze des Gerolsteiner Brunnens verabschieden. Für drei Monate ist Dahm noch in Doppelfunktion aktiv, als neuer Sprecher der Geschäftsführung bei der Bitburger Braugruppe und alter Gerolsteiner-Boss. Dann wechselt er in die Bierbranche, bleibt dem Brunnen aber noch im Beirat treu. Dahm kann deutliche Steigerungen beim Gesamtnettowarenumsatz (rund 161 Millionen Euro, ein Plus von 7,5 Prozent) und beim Gesamtabsatz (4,4 Millionen Hektoliter, plus 6,4 Prozent) vermelden. Und das bei einem für die Branche ziemlich schlimmen Juni.
"Insgesamt haben wir aber seit Jahren einen steigenden Pro-Kopf-Verbrauch beim Mineralwasser (147 Liter im Durchschnitt). Eine rasante Entwicklung. 1970 waren es 12,5 Liter, 2000 ziemlich genau 100 Liter. Davon profitieren auch wir", sagt Dahm. Doch in diesem Jahr habe es zudem "eine Sonderkonjunktur für Qualitätsmineralwasser im gehobenen Preisbereich (ab 40 Cent pro Liter)" gegeben. In diesem Segment spielt der Gerolsteiner Brunnen mit einem Marktanteil von 19 Prozent die erste Geige. Die gute Entwicklung leitet der Brunnen-Chef vom Verbraucherverhalten ab. "Unser Mineralwasser ist natürlich, ohne Aromen und kalorienarm, das ist genau das, was sich viele Menschen wünschen", findet Dahm.
Nicht ganz mit der positiven Entwicklung konnte der Export mithalten (fünf Prozent des Gesamtabsatzes). "In unserem wichtigsten Markt, Japan, gibt es einen harten Verdrängungskampf. In den Zukunftsmärkten Südkorea und Mittlerer Osten seien die Geschäfte positiv verlaufen.
Mit neu eingeführten Produkten und Gebinden ist Gerolsteiner zufrieden: beim Mineralwasser war dies die neue 1-Liter-Pet-Mehrwegflasche. Auch Gerolsteiner Moment (Rooibostee & Mango) und Gerolsteiner Plus (Mandarine) sowie die Limited Edition Gerolsteiner 11-Freunde zur Fußball-EM hätten den Absatzbeflügelt. Wachstumstreiber waren aber einmal mehr Gerolsteiner Medium und Naturell.Extra

Der Gerolsteiner Brunnen hat 778 Mitarbeiter, davon 46 Auszubildende. Bekannt ist die Marke mit Stern für die kohlensäurehaltigen Mineralwässer Gerolsteiner Sprudel und Gerolsteiner Medium sowie das stille Mineralwasser Gerolsteiner Naturell. Anteilseigner sind die Bitburger Holding GmbH (51 Prozent) sowie die Buse KSW GmbH & Co. (32). Die übrigen Anteile befinden sich in Streubesitz. hw

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