Brauer als Vorbild

TRIER. (ik) Deutschland soll ein Reinheitsgebot für Wein erhalten – diese Idee hat der neue Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Norbert Schindler, am Freitag bei einem Besuch in Trier erläutert.

Die Winzer haben ein neues Vorbild: Deutschlands Brauer. In deren Reinheitsgebot sieht Norbert Schindler, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, einen Beweis dafür, dass die Zulassung von US-Kunstweinen in der EU (der TV berichtete) den Winzern der Region nicht schaden muss. Vor zehn Jahren habe Brüssel die Öffnung des deutschen Marktes für ausländische Biere durchgesetzt, die nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut werden - ohne dass der Absatz deutscher Biere gelitten habe, sagte Schindler bei einer Pressekonferenz am Freitag in Trier. Er plädierte erneut dafür, auch für Weine ein Reinheitsgebot einzuführen. "Wir wollen die Qualitätskriterien neu definieren und vermitteln: Hier handelt es sich um ein Naturprodukt." Der Besuch in Trier sei seine erste "offizielle Amtshandlung außerhalb des Kammergebäudes" nach seiner Wahl zum Präsidenten, sagte Schindler. Der Süd-Rheinland-Pfälzer kündigte an, zunächst vor allem im Norden präsent zu sein, um Bedenken auszuräumen. Hintergrund sind Rivalitäten zwischen den Bauernverbänden Rheinland-Pfalz Süd und Rheinland-Nassau.

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