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Brite Jon Moore neuer JTI-Chef in Trier

Trier. () Die deutsche Tochter des japanischen Tabakkonzerns JTI hat einen neuen Chef. Das bestätigte Konzernsprecher Hendrik Biergans auf Anfrage unserer Zeitung. Demnach hat der Brite Jonathon Hugh Moore den Amerikaner Edwin Rosa als Geschäftsführer von Japan Tobacco International (JTI) in Trier abgelöst.

Der 54-jährige Moore war bislang Produktionsleiter im Trierer Werk und verfügt nach offiziellen Angaben über Jahrzehntelange Erfahrung in der Tabakindustrie.

Er startete seine Karriere 1992 bei JTI im englischen Manchester, war später für den Konzern in Malaysia und Genf tätig. 2007 übernahm er die Leitung der JTI-Fabrik in Südafrika, ehe er 2011 nach Trier zog. An der Mosel war Moore erst für das Qualitätsteam zuständig, bevor er von 2016 die Produktion leitete.

Den Job als neuer Werkleiter soll der Vater zweier erwachsener Söhne zunächst kommissarisch begleiten, „bis der finale Leiter feststeht“, wie es offiziell heißt.

Vorgänger Edwin Rosa wechselt nach Informationen unserer Zeitung an den JTI-Hauptsitz in Genf. Offiziell heißt es nur, der 59-Jährige werde „noch mehr Verantwortung übernehmen“. Bei seiner Einführung in Trier vor gut einem Jahr hieß es, der Amerikaner sei „die ideale Besetzung, um den Standort Trier weiterzuentwickeln und die internationalen Marktstrukturen zu optimieren“. Der Manager arbeitet schon seit 1984 für Japan Tobacco International. Er begann seine JTI-Karriere in Puerto Rico, führte später Werke in Kasachstan, in der Ukraine und in Russland.

Nach seinerzeit bekannt gewordenen Umstrukturierungsplänen des Tabakkonzerns sollte die Trierer Fertigzigaretten-Produktion teilweise ins Ausland verlagert werden. Am Standort Trier waren aber Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe geplant. Der Konzern beschäftigt in Trier 1800 Mitarbeiter, weltweit sind es nach Firmenangaben 40 000 Beschäftigte.