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Corona-Auswirkunbg: Arbeitslosigkeit steigt auf 4,1 Prozent

Regionaler Arbeitsmarkt : Sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die ersten Auswirkung des Lockdown sind nun am regionalen Arbeitsmark sichtbar: Die Arbeitslosigkeit steigt, der Stellemarkt bricht ein, die Kurzarbeit schießt hoch.

Es ist keine Überraschung. Die Arbeitslosenzahlen die gerade für den Monat April veröffentlicht worden sind, zeigen eine dramatische Entwicklung. Bei dn Märzzahlen waren noch keine deutlichen Ausschäge zu sehen.

Von März auf April ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region Trier um 15 Prozent von 10.391 auf 11.963 Jobsuchende gestiegen. Das entspricht einem Anstieg bei der Arbeitslosenquote im Vergleich zum März um 0,5 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Anstieg mit 0,9 Prozentpunkten noch deutlicher aus. Seit März haben 5.051 Unternehmen für insgesamt 53.116 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

„Kurzarbeit ist ein zentrales Instrument zur Bekämpfung der Krise und zur Sicherung von Arbeitsplätzen,“ so Heribert Wilhelmi, Chef der Trierer Arbeitsagentur. „Dennoch können auch damit die Auswirklungen auf den Arbeitsmarkt nicht gänzlich abgefedert werden. Leider müssen wir bereits sechs Wochen nach Einführung der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus feststellen, dass Menschen in unserer Region ihren Arbeitsplatz verloren haben.“

Eine ähnliche Entwicklung zeigt das Land auf: Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im April 117 400 Menschen arbeitslos, 14.700 oder 14,4 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Gegenüber April 2019 lag die Zahl deutlicher im Plus: vor einem Jahr wurden 21.300 oder 22,2 Prozent arbeitslose Menschen weniger gezählt.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,2 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 4,6 Prozent und vor einem Jahr 4,3 Prozent.

„Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise haben den rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt vollständig verändert. Die sonst übliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt ist in diesem Jahr kein Thema. Mehr Anzeigen für Kurzarbeit und Arbeitslosmeldungen dominieren derzeit das Geschehen“, so Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Viele Branchen verzeichnen massive Einbußen und überlegen wie es weitergehen kann. Um die Zeit der Krise zu überwinden und Beschäftigte zu halten, greifen die Unternehmen auf Kurzarbeit zurück. Neben der Industrie sind auch viele Dienstleistungsbereiche betroffen. Dass die Kurzarbeit in diesem Umfang in Anspruch genommen wird, bewerte ich unter diesen Umständen positiv.“