Das neue Vergütungssystem bei Volkswagen

Das neue Vergütungssystem bei Volkswagen

Wolfsburg (dpa) Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn strich für das Jahr 2011 rund 17,5 Millionen Euro ein. Hohe Managerbezüge stehen wieder massiv in der Kritik.

Der Aufsichtsrat von VW hat nun eine Reform des Vergütungssystems beschlossen:
Obergrenze: Der VW-Vorstandschef darf künftig maximal zehn Millionen Euro im Jahr verdienen, für die übrigen Vorstandsmitglieder liegt die Obergrenze bei 5,5 Millionen Euro. Diese Summen könnten aber nur bei einer "herausragenden Unternehmensentwicklung" erreicht werden, erklärte VW. Das neue System gilt vom Geschäftsjahr 2017 an.
Grundvergütung: In das Fixgehalt fließen auch Vergütungen für die Übernahme von weiteren Ämtern im Konzern, Sachzuwendungen und andere Leistungen wie Dienstwagen ein. Im Zuge der Neuordnung steigt die Grundvergütung laut VW um bis zu 30 Prozent auf 2,125 Millionen Euro für den Vorstandsvorsitzenden und auf 1,35 Millionen für die übrigen Vorstandsmitglieder.
Variable Vergütung: Dabei handelt es sich um eine erfolgsabhängige Bezahlung - in der öffentlichen Debatte sind damit vor allem die umstrittenen "Bonuszahlungen" gemeint. Im Kern sieht die Reform vor, dass die Ziele für die variable Vergütung verschärft werden und diese damit sinkt.
Aktienbasierte Vergütung: Künftig gibt es eine sogenannte aktienbasierte langfristige Vergütung. Sie sieht vor, den Vorständen "virtuelle" Aktien zu gewähren - abhängig vom Gewinn je Aktie sowie von der Entwicklung des Aktienkurses.

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