Deutliches Signal

GEROLSTEIN. (mh) Für bessere Arbeitsbedingungen und damit auch aus Protest gegen die Kündigung des Manteltarifvertrags durch den Arbeitgeberverband sind gestern rund 300 Beschäftigte des Gerolsteiner Brunnens für anderthalb Stunden auf die Straße gegangen.

Wahr gemacht haben Gewerkschaft und Betriebsrat ihre Ankündigung, beim führenden deutschen Mineralbrunnen während der Hochzeit der Produktion für bessere Arbeitsbedingungen vor Ort und die Rückkehr zum Manteltarifvertrag zu streiken. Rund 300 Beschäftigte, die teilweise aus ihrer Freizeit oder dem Urlaub kamen, haben sich an dem anderthalbstündigen Warnstreik beteiligt. Primär ging es ihnen darum, ein Signal zu setzen. " Wir haben Leute, die seit 16, 17 Wochen ohne einen Tag Pause gearbeitet haben", sagte Gerolsteiner-Betriebsratschef Werner Jung. Daher hat der Betriebsrat nun ein Überstundenverbot auf freiwilliger Basis ausgesprochen. Jung: "Grundsätzlich lassen wir keine Überstunden mehr zu, wer aber am Wochenende arbeiten will, darf das auch." Die Geschäftsführung hat auf die angespannte Situation mit 26 befristeten Neueinstellungen reagiert, nachdem vor gut zwei Jahren 75 Planstellen gestrichen worden waren. Geschäftsführer Jörg Croseck sagte: "In Teilbereichen ist es zu einer überproportionalen Belastung von Mitarbeitern gekommen."

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