Arbeitsmarkt Wie die Arbeitsagentur Trier die Flut von Kurzarbeiteranzeigen meistert

Trier · Der Lockdown hat die regionale Wirtschaft in vielen Bereichen lahmgelegt. Für die Firmen ist die erleichterte Beantragung von Kurzarbeitergeld eine wichtige Hilfe in dieser Krise.

Die Arbeitsagentur Trier muss eine Flut von Anträgen aufarbeiten
Foto: dpa/Jens Büttner

Und die Agentur für Arbeit muss dieser Herausforderung gerecht werden: 5051 regionale Unternehmen haben in der Region Trier für fast 55 000 Mitarbeiter Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angezeigt. Für den gesamten Aufgabenbereich der Trierer – dazu gehören neben der Region zudem die Agenturen Neuwied, Montabaur und Koblenz-Mayen, sind es sogar 15 847 Anzeigen mit über 180 000 Mitarbeitern. „Diese Kurzarbeiter-Daten sind von Ende April und damit sehr aktuell“, erklärt der Chef der Trierer Arbeitsagentur, Heribert Wilhelmi, dem TV. Fast 16 000 Anzeigen – wie hat sich die Agentur darauf eingestellt? Normalerweise bearbeiten 26 Mitarbeiter den Bereich Kurzarbeitergeld/Insolvenzgeld/Arbeitslosengeld. Für sie alleine gäbe es keine Chance, mit der Antragsflut zurechtzukommen. Inzwischen sind aber weitere 258 Unterstützer zu dem Team hinzugekommen. Wilhelmi: „In einer ersten Phase haben sich 106 Freiwillige gemeldet, die Aufgabe mit zu übernehmen. Sie kommen aus allen Bereichen der Agentur und inzwischen haben wir in diesem Bereich genügend Personal. Nun haben wir fast 260 Unterstützer.“