Die Arbeitslosenquote in der Region bleibt bei niedrigen 3,1 Prozent

Arbeitslosenzahlen : Regionaler Arbeitsmarkt: 9000 Menschen suchen einen Job

Im November sind in der Region Trier genau 9047 Menschen auf Jobsuche. Damit verharrt die Arbeitslosenquote weiterhin bei 3,1 Prozent.  Von Herbsteintrübung oder November-Blues also nichts zu sehen. Beim Chef der Arbeitsagentur Trier, Heribert Wilhelmi, löst das eine positive Einschätzung aus: „Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich derzeit sehr robust.

Das spricht für die insgesamt gute Verfassung der regionalen Wirtschaft. Das bedeutet aber auch, dass die aktuell noch eher milden Temperaturen und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft dafür sorgen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sehr viele Menschen saisonbedingt entlassen wurden.“

Die Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zeigen aber, die saisonale Abkühlung kommt noch. „Wir rechnen vielleicht im Dezember, sicherlich aber im Januar mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Wann genau und wie heftig die Winterarbeitslosigkeit die Region treffen wird, ist allerdings insbesondere vom Wetter abhängig. Falls es in den nächsten Wochen einen Wintereinbruch mit frostigen Temperaturen geben sollte, wird in den Außenberufen – auf Baustellen, in Gärten, im Straßenbau – die Arbeit weitestgehend eingestellt.“

Auf der einen Seite Menschen, die eine Arbeit suchen, auf der anderen Seite Hunderte freie Stellen, die nicht besetzt werden können. Diese schwer zu erklärende Entwicklung zeigt sich vor allem in der Gastronomie, wie der Agenturchef erklärt. Denn obwohl das Gastgewerbe die Branche sei, aus der sich im November mit 203 Männern und Frauen, die meisten Menschen arbeitslos meldeten, bestehe weiterhin Personalbedarf.

323 offene Stellen verzeichnet der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit: „Insbesondere entlang der Mosel, im Landkreis Bernkastel-Wittlich, gibt es einige Saisonbetriebe, die über Winter komplett dichtmachen. Andere Restaurants und Hotels haben gerade über Weihnachten und Silvester Hochbetrieb,“ erklärt Heribert Wilhelmi. Hinzukomme, dass auf Grund der angespannten Fachkräftesituation viele Gastronomen das ganze Jahr über qualifiziertes Personal suchten.

Die Agentur für Arbeit Trier meldet für November 9000 arbeitssuchende Menschen. Foto: friedemann vetter (ve._), Friedemann Vetter

„Insgesamt rechnen wir aber damit, dass sich in den kommenden Wochen noch mehr Leute aus der Gastronomie arbeitslos melden und auch die Personalnachfrage deutlich zurückgehen wird, bevor sie dann im Frühjahr sprunghaft wieder ansteigt.“

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