Die Eifel im Regal

PRÜM. Seit Jahren in der Planung, jetzt endlich verwirklicht: Die Handelskette Rewe steigt mit zunächst 15 Märkten in den Verkauf der Dachmarken-Produkte aus der Eifel ein. Bis Ostern sollen weitere 45 Märkte folgen.

Vermarktungs-Schub für Eifel-Produkte: Die Regionalmarke Eifel, hervorgegangen aus dem Projekt "Regionen aktiv" (der TV berichtete), kommt auf die Sortiment-Liste der Rewe-Handelskette.Am gestrigen Donnerstag wurde die Meldung offiziell im Markt Niederprüm verkündet. Aber bereits seit Anfang Dezember, sagte der scheidende Geschäftsführer der Regionalmarke, Tobias Hannemann, "sind wir als so genannter gepflegter Streckenlieferant gelistet. Das bedeutet, dass wir in der Rewe-Zentrale anerkannter Lieferant sind."

Zudem würden alle Produkt-Änderungen oder Erweiterungen automatisch zentral erfasst und verwaltet - anders als bei Lieferanten, die vielleicht nur mit einzelnen Märkten im Geschäft sind.

Mit der Listung habe die Marke "eine wichtige Hürde übersprungen". Die ersten Produkte im Verkauf: Wurstwaren, Premium-Schinken, Honig, Eier und Edelbrände. Das Kunden-Interesse sei "äußerst positiv". Bislang sind 15 Märkte dabei, zum Teil werden die Waren in auffälligen Sonderplatzierungen angeboten. Die Verkaufsstellen befinden sich nicht nur in der Region: Ab sofort erhält man die Eifel-Waren unter anderem auch bei Rewe in Köln und im Raum Koblenz, außerdem in den Märkten Niederprüm, Stadtkyll, Konz und Trier. Das allerdings soll nur der Anfang sein. Hannemann: "Wir haben uns als Ziel gesetzt, bis Ostern 60 Märkte zu beliefern."

Neben dieser Nachricht wurde am Donnerstag im Prümer Konvikt auch der neue Geschäftsführer der Regionalmarke vorgestellt: Markus Pfeifer. Trotz der Ausweitung der Verkaufsstellen, sagte der 40-Jährige aus Salmtal, "kann eine flächendeckende Vermarktung nicht unser Ziel sein". Zwar sei ein bundesweiter Verkauf im Prinzip möglich, allerdings nicht auf die Schnelle machbar. Pfeifer: "Sonst leidet darunter die Qualität."

Tobias Hannemann hat die Entwicklung der Eifel-Dachmarke von Anfang an begleitet, zuletzt als Geschäftsführer. Jetzt wechselt er auf eigenen Wunsch in seine alte Branche zurück: den Tourismus. Sein neuer Arbeitsort ist die italienische Hauptstadt Rom.