Die größte Fußgängerzone des Nachbarlandes

Die größte Fußgängerzone des Nachbarlandes

Mit etwa 200 000 Schnäppchenjägern und Shoppingtouristen rechnen die Veranstalter für die 85. Stadt-Braderie am kommenden Montag. Für viele Händler ist es der wichtigste Tag des Jahres.

Luxemburg. Bei der 85. Ausgabe der Stater Braderie am kommenden Montag werden mehr als 400 Stände ansässiger Geschäfte, Marktleute und Vereinigungen die Luxemburger Oberstadt und das Bahnhofsviertel auf einer Strecke von fünf Kilometern in "die größte Fußgängerzone des Landes" verwandeln. Yves Piron vom städtischen Handelsverband "Union commerciale de la ville de Luxembourg" (UCVL) sagte dazu dem Luxemburger Tageblatt: "Nach dem Nationalfeiertag ist das der Tag, an dem die meisten Menschen in der Stadt sind."
Laut Piron stellt die Stater Braderie mit ihrem Angebot an Qualitätsware eine Art Alleinstellungsmerkmal in der Großregion dar. "Do gëtt bradéiert", so Piron, was heißen soll, dass hier meist die übliche Ware zu besseren Preisen angeboten wird.
Stolz ist Piron darauf, dass es die UCVL geschafft habe, ihre Mitglieder vermehrt dazu zu bewegen, bei der Braderie auch mitzumachen. Leere Flecken wird es demnach am Montag auf der Braderie kaum geben. In Toplagen, wie etwa der Grand-rue, zahlen die Händler Preise von bis zu 130 Euro für einen Meter Standlänge. Unterstützung bekommt die UCVL von der Stadt Luxemburg: Sie schließt an diesem Tag bestimmte Baustellen und passt die Busfahrpläne an.
Wem auf der Braderie zu viel Trubel ist, der kann übrigens auf die kommenden Sonntage ausweichen. Am 31. August und am 7. September werden nämlich die Geschäfte in der Hauptstadt geöffnet haben. Allerdings ohne "Braderies-Präisser".
Kim Hermes (Tageblatt)

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