Die Initiative Region Trier feiert ihr 25-Jähriges

Region : Eine schwierige Lobbyarbeit für die ganze Region Trier

Die Gründung der Initiative Region Trier jährt sich nun zum 25. Mal. In der Zeit wurde viel erreicht – es gab aber auch schlechte Zeiten.

Die Initiative Region Trier (IRT) hat ihr Jubiläum zum 25. gefeiert. Bei der Feier im Industriepark Region Trier in Föhren wurde das letzte Vierteljahrhundert Revue passieren gelassen.

Angefangen hat alles am 24. Februar 1994, wo sich die acht Gründungsmitglieder zu einer Versammlung trafen. Dazu gehörten neben der Stadt Trier und den Kreisen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel auch die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Trier. Mit der Bitburger Brauerei war ebenfalls ein großes Familienunternehmen aus der Region vertreten.

Zwar hat sich einiges in den letzten Jahren geändert, doch die zentralen Ziele und Leitgedanken blieben stets dieselben. Joachim Streit, Vorstandsvorsitzender der IRT und Landrat von Bitburg-Prüm, erklärt: „Wir wollen die Region Trier als wirtschaftlich attraktiven, kulturell bedeutsamen und ökologisch intakten Raum mit hohem Lebens- und Freizeitwert sichern.“ Des Weiteren wolle die IRT laut Streit Standortfaktoren fördern, die Bekanntheit und das Image der Region weiter verbessern und die Region als modernen Wirtschaftsstandort profilieren.

Diese Ziele sollen durch verschiedene Projekte umgesetzt werden, unter anderem durch eine gute Vernetzung, einen Multimediaauftritt für die Region, Präsenz bei Messen und Ausstellungen und eine Imagebroschüre. Die IRT arbeitet ebenfalls als Ideenschmiede. In den Arbeitskreisen wurden diverse Projekte wie der Wissenschaftspark in Trier-Tarforst und die Bildungs- und Verkehrskonferenzen entwickelt. (Weitere Projekte siehe Info.)

Die letzten 25 Jahre verliefen allerdings nicht nur reibungslos. 2010 stand die IRT kurz vor dem Aus, denn der Vulkaneifelkreis beschloss den Austritt. Der Grund: Die Umsetzung der Ziele sei nicht konkret genug und die Kosten dafür zu hoch. 16 500 Euro zahlte der Kreis damals für die jährliche Mitgliedschaft. Der Streit eskalierte, die IRT verschlankte sich und arbeitete auf ehrenamtlicher Basis weiter. Die Folge: Nun bezahlen alle vier Landkreise und die Stadt Trier zusammen 23 000 Euro Jahresbeitrag. Unter den zurzeit 80 Mitgliedern ist auch wieder der Vulkaneifelkreis zu finden.

Die luxemburgische Sicht auf die Region brachte Elmar Heggen, Finanzvorstand (CFO) der RTL Group. Er sprach über die Wichtigkeit von vgrenzüberschreitendem Austausch und monierte vor allem die Doppelbesteuerungen von Auslandspendlern.

Thomas Roth, Chefredakteur des Trierischen Volksfreunds, brachte eine weitere Perspektive ein, seine Sicht als Zugezogener auf die Region. Er habe sich vor zwei Jahren bewusst für die Stadt an der Mosel entschieden. Die schöne Landschaft und die gute Sicherheitslage in der Stadt seien für ihn wichtige Standortfaktoren. Auch kämen die Menschen in der Region gut miteinander aus. Schlecht sehe es allerdings aus mit der Verkehrsanbindung und dem Mobilfunk.

Roth möchte, dass sich die IRT als Interessenverband noch stärker beim Land für die Region einsetzt: „Wir müssen zusammen laut sein, und dann können wir auch was erreichen!“, sagt er.

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