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Die Region Trier ist bei Touristen gefragt wie nie zuvor

Die Region Trier ist bei Touristen gefragt wie nie zuvor

Ein Rekordergebnis hat die rheinland-pfälzische Tourismusbranche in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verbucht. Ob das Gesamtjahr ebenfalls einzigartig wird, hängt nach Expertenansicht vom Wetter ab.

Bad Ems/Trier. Zum bislang besten Halbjahresergebnis in der Tourismusbranche von Rheinland-Pfalz überhaupt haben fast alle neun Regionen im Land gleichermaßen beigetragen. Alle verbuchten mehr Übernachtungen, und - mit Ausnahme der Eifel - zählten alle auch mehr Gäste. Das sind die Ergebnisse des Statistischen Landesamtes.
Nach den Zahlen wurden von Januar bis Juni knapp 4,1 Millionen Übernachtungsgäste im Land gezählt - so viele wie noch nie in einem Halbjahr. Die Zahl der Übernachtungen lag mit rund 10,5 Millionen um fast 340 000 (plus 3,3 Prozent) über dem bislang besten Halbjahresergebnis aus dem Jahr 2011. Als Gründe nannte der Präsident des Dehoga Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann, neben dem Wetter auch die frühen Sommerferien im wichtigen Nachbarland Nordrhein-Westfalen. Ausschlaggebend sei aber auch die Absicht des Landesverbandes, in Sachen Qualität führend zu sein, was sich unter anderem in der Ausstattung und im regionalen Spezialitäten-Angebot der Hotels und Pensionen widerspiegele. Den Preiskampf könnten die Häuser im Land nicht gewinnen, weil die meisten von ihnen dafür nicht groß genug seien.
Ob es ein Rekordjahr wird, hängt laut Haumann stark vom Wetter ab, denn der Gast buche immer kurzfristiger. "Wenn uns das Wetter hold bleibt, wird es so weitergehen", sagte Haumann.
Ein Gäste-Minus von 7,5 Prozent auf 433 069 verbuchte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Eifel. Sie bekam laut Landesamt die vorübergehende Schließung eines großen Betriebs und eine geringere Nachfrage zu spüren. Dank kleiner Betriebe und privater Anbieter stieg die Zahl der Übernachtungen aber.
Im Raum Mosel-Saar und Hunsrück stiegen dagegen vor allem die Übernachtungen mit einem Plus von 6,2 Prozent und 5,9 Prozent besonders stark an.
Rückgänge bei der Gästezahl verbuchten auch Jugendherbergen, Hütten und Ferienzentren. Insgesamt stieg die Zahl deutscher Gäste um 4,7 Prozent auf über 3,2 Millionen, aus dem Ausland kamen etwa 832 000 Touristen (plus 1,4 Prozent).
Dieses Rekordergebnis spiegelt sich auch bei den Zahlen des Gastgewerbes wider. So stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr nominal um 1,4 Prozent, in der Gastronomie um 1,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe nahm im ersten Halbjahr um 1,5 Prozent zu. dpa/red