Druck von der Straße

Kurz vor der fünften Verhandlungsrunde am Mittwoch in Sindelfingen sollen die Metall-Arbeitgeber den Druck der Gewerkschaft spüren. Bundesweit gingen rund 100 000 Metall-Arbeitnehmer auf die Straße, in Konz bei Volvo legten 330 Gewerkschaftsmitglieder für eine Stunde die Arbeit nieder.

Konz. (hw) Rund 1000 Metaller aus der Region Trier haben sich in den vergangenen Tagen an Warnstreiks der IG Metall beteiligt. Gestern legten die 330 Volvo-Mitarbeiter in Konz für eine Stunde Schraubenschlüssel und Zange beiseite. Die IG Metall verhandelt seit Wochen im Pilotbezirk Baden-Württemberg mit den Arbeitgebern über eine Neuregelung der Altersteilzeit ab 2010. Ende 2009 läuft die von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Altersteilzeit aus. Die IG Metall fordert, dass auch nach Ende der staatlichen Förderung bis zu fünf Prozent der Belegschaft eines Unternehmens früher in Ruhestand gehen können. Die Arbeitgeber dagegen wollen die Altersteilzeit künftig nur noch für einen Bruchteil der Beschäftigten finanzieren. Laut Roland Wölfl, erster IG-Metall-Bevollmächtigter in der Region, ist die Streikbereitschaft unter den Mitgliedern groß. "Bisher haben sich schon 1000 IG Metall-Mitglieder in der Region an Streiks beteiligt." Aktionen gab es bei Bilstein in Mandern, bei GKN Driveline in Trier und dem Trierer Stahlwerk und gestern bei Volvo in Konz. Sollten die Verhandlungen keinen Erfolg bringen, droht die Gewerkschaft mit weiteren Aktionen: "Wenn die erste Welle nicht wirkt, folgt danach die zweite Welle", sagt Wölfl.

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