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Ehemalige Saargruben sollen bis 2035 volllaufen

Ehemalige Saargruben sollen bis 2035 volllaufen

Die ehemaligen Kohlegruben an der Saar sollen bis 2035 volllaufen. Nach den am Donnerstag in Ensdorf vorgestellten Plänen des Bergwerksbetreibers sollen die meisten Grundwasserpumpen ab 2017 abgeschaltet werden, die letzte ist 2025 dran.

Schäden durch Hebungen, Erderschütterungen, zusätzliche Naturgasaustritte und Gefahren für das Trinkwasser seien nicht zu erwarten, betonte RAG-Vorstandschef Bernd Tönjes bei der Vorstellung des Konzepts für die Grubenwasserhaltung. Sollte dies doch der Fall sein, so könne der Wasseranstieg durch Pumpen gestoppt werden. Der Saar-Bergbau endete 2012, in Nordrhein-Westfalen soll 2018 Schluss sein. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeiteten zu Spitzenzeiten über 60 000 Menschen in den saarländischen Bergwerken. In den 1960er Jahren wurde die Zahl der Gruben von 18 auf sechs reduziert; während der Kohlekrise sank die jährliche Produktion von 17 auf zehn Millionen Tonnen. Der Strukturwandel setzte sich in den folgenden Jahren fort. dpa/red