Ein gutes Jahr für die Region

Ein gutes Jahr für die Region

Mit den Arbeitslosenzahlen für den Dezember kann die Agentur für Arbeit einen Schlussstrich unter den Arbeitsmarkt 2010 ziehen: Das Urteil ist positiv. Agentur-Chef Wolfram Leibe kann die niedrigste Q uote seit fünf Jahren vermelden.

Trier. Wolfram Leibe, Chef der Agentur für Arbeit in Trier, ist glücklich: Die Zahlen waren schon lange nicht mehr so niedrig wie 2010. "Noch wichtiger ist für mich allerdings, dass trotz der Krise zu Beginn des Jahres die Zahl der Beschäftigten in der Region Trier weiterhin angestiegen ist", sagt er. Im März (letzter Datenstand für die Region) waren in der Region Trier 148 529 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2197 mehr als im März 2008, vor der Krise. Im Schnitt waren damit 11 207 Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent - so gute Zahlen konnte die Agentur zuletzt vor fünf Jahren vermelden.

Was ist für 2011 zu erwarten?

"Es war ein erfolgreiches Jahr für die Region Trier", ist Leibes Resümee für das vergangene Jahr. Das zeigt sich auch in der Zahl der Kurzarbeiter. Diese ist im Jahresverlauf erheblich gesunken mit weiterhin zurückgehender Tendenz. Die Einschätzungen der Agentur für das neue Jahr sind dann auch überwiegend positiv. Ab dem Frühjahr rechnen die Arbeitsmarktexperten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen und einem weiteren Rückgang der Kurzarbeit. "Dauerhaft unter 10 000 Arbeitslose, das ist das Ziel für die Region", erläutert Leibe seinen wichtigsten Zukunftswunsch. "Die vielen kleinen und mittleren Betriebe der Region sind die Stütze des Arbeitsmarktes gegen überraschende Schwankungen und das wird auch so bleiben." Für die Agentur für Arbeit und die Jobcenter werde es künftig eine wichtige Aufgabe sein zu helfen, dass die Unternehmen genügend Facharbeiter finden. "Dort sind ganz neue Konzepte gefordert", meint Leibe. "Wir können nicht auf die Zuwanderung von Arbeitskräften hoffen, vielmehr müssen die Arbeitnehmer für die Region aus der Region stammen, also hier ausgebildet und weiter qualifiziert werden."

Regionale Situation:

In der Stadt Trier lag die Arbeitslosenquote im Schnitt bei 6,1 Prozent (3264 Personen). Besonders erfreulich ist für Marita Wallrich, Geschäftsführerin des Jobcenters Trier Stadt, die Entwicklung bei den Frauen: "Wir konnten mit Teilzeitstellen, besondere Angebote für Alleinerziehende und intensive Unterstützung von Frauen in der beruflichen Weiterbildung, die Zahl der arbeitslosen Frauen in unserem Bereich um durchschnittlich 100 senken."

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich sind durchschnittlich 2279 Personen ohne Job, die Arbeitslosenquote lag damit im Schnitt bei 3,8 Prozent. Die wirtschaftliche Erholung zeigt sich bei den Arbeitsstellen. Im vergangenen Jahr wurden 2896 offen Stellen gemeldet, 779 mehr als noch im Jahr 2009.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gelang es, den hervorragenden Wert der Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent 2009 mit 3,3 Prozent (2084 Arbeitslose) nochmals zu unterschreiten. Das ist im Land Rheinland-Pfalz der beste Wert. "Dass wir die sehr gute Ausgangsbasis 2009 noch mal so deutlich unterschreiten würden, freut uns", erklärt der Agentur-Chef Bitburg-Prüm, Michael Helbach. Stabil blieb die Lage im Kreis Vulkaneifel. Im Jahresdurchschnitt war die Zahl der Arbeitslosen mit 1626 Personen 2010 genauso hoch wie 2009, die Arbeitslosenquote lag wie im Vorjahr bei 5,1 Prozent. In Trier-Saarburg lag die Arbeitslosenquote stabil bei 3,5 Prozent (2629 arbeitslose Menschen). Das ist landesweit der zweitbeste Wert. Mit 2547 Stellen wurden 800 Stellen mehr gemeldet als ein Jahr zuvor.