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Einladung zur Probefahrt mit dem E-Auto

Einladung zur Probefahrt mit dem E-Auto

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fährt. Bisher surren aber gerade einmal 4500 E-Autos in Deutschland umher. Das Umweltzentrum (UWZ) der Handwerkskammer (HWK) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier wollen das ändern.

Trier. Heinz Schwind von der Industrie- und Handelskammer und Axel Bettendorf vom Umweltzentrum laden Interessierte zur Probefahrt im Elektroauto oder auf dem Elektrofahrrad ein. Am Donnerstag, 15. November, 14.30 bis 17.30 Uhr, wollen sie mit einer gemeinsamen Veranstaltung die E-Mobilität in der Region Trier pushen - das Thema lautet "Elektromobilität: sauberer Antrieb für nachhaltige Mobilität - Perspektiven und Chancen für Umwelt, Klima und Beschäftigung."
Herausforderung für Firmen


"Wenn wir vor drei Jahren zu diesem Thema eingeladen hätten, hätte wohl kaum jemand Interesse gehabt", mutmaßen Heinz Schwind, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Trier, und Axel Bettendorf, Leiter des Umweltzentrums der HWK Trier. Dabei geht es ihnen um Auswirkungen und Chancen der E-Mobilität für die Region Trier. Inzwischen ist die Region aber in vielen Bereichen auf E-Mobilität eingestellt, sagen die Vertreter der regionalen Wirtschaftskammern. Dabei zeigen sich für die Experten derzeit noch große Defizite. Keine 5000 Elektroautos sind in Deutschland im Einsatz, und in der Region Trier könne man die leisen Fahrzeuge fast an einigen Händen abzählen.
Doch es gibt für Schwind auch positive Entwicklungen: "E-Bikes hingegen haben sich bereits am Markt etabliert, 2007 seien in Deutschland 70 000 dieser Fahrräder mit Elektroantrieb verkauft worden, 2011 bereits 400 000."
Der regionale Vorstoß für die Elektromobilität birgt nach Ansicht des UWZ-Leiters Bettendorf viele Chancen: "Wir wollen bei der Veranstaltung alle Stufen der Wertschöpfung zur Elektromobilität betrachten und aufeinander abgestimmte Handlungsfelder identifizieren." Ausgehend von der Energieerzeugung über den Transport und die Verteilung der Energie durch die Stromnetze sollen auch die Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, die Energiespeicherung und neue Fahrzeugkonzepte mit einer neuen Infrastruktur behandelt werden.
Entsprechend groß ist die Zielgruppe für die Veranstaltung, wie Heinz Schwind sagt: "Wir wollen alle interessierten Unternehmen und Handwerksbetriebe ansprechen, aber auch interessierte Bürger, im engeren und weiteren Sinne, die rund um das Auto tätig sind." Vor allem werben die beiden Veranstalter auch mit kurzen Probefahrten. Mehrere Elektroautos und einige E-Bikes stehen nach der Informationsveranstaltung und der Diskussion zu einer Testfahrt bereit. Für die deutsche Wirtschaft bringt das Thema E-Mobilität auch einige Herausforderungen. "Mit dem Wandel im Automobilbau gehen neue Ansprüche an die Qualifikation der Beschäftigten einher. Dies muss die Ausbildung im Bereich KFZ-Technik berücksichtigen", so Axel Bettendorf.
Anmeldung unter E-Mail wagener@trier.ihk.de oder unter Telefon 0651/9777-502.
Macher, Menschen + Märkte, das regionale Wirtschaftsmagazin des Trierischen Volksfreunds, widmet sich in seiner Dezember-Ausgabe, die am 28. November erscheint, in seinem Schwerpunktthema der Elektromobilität.Extra

Die Elektromobilität hat für die Bundesregierung einen hohen Stellenwert. 2010 ist die Nationale Plattform Elektromobilität gestartet. Ziel ist: Bis 2020 soll eine Million Elektrofahrzeuge in Betrieb sein. In 40 Jahren soll der städtische Verkehr ganz auf fossile Brennstoffe verzichten können. hw