Einzelhandel in der Region will Innenstädte attraktiver machen

Einzelhandel in der Region will Innenstädte attraktiver machen

Der Einzelhandel in der Region ist für die Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) eine der wichtigsten Branchen. 13 000 Beschäftigte, ein Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Damit das in Zukunft so bleibt, hat die Kammer nun ihr Leitbild "Attraktiver Handel - starke Innenstädte" vorgestellt.

(hw) "Der Einzelhandel braucht die richtigen Rahmenbedingungen, damit er sich positiv entwickeln kann", sagte Georg Stephanus, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Handel, bei der Vorstellung des Leitbildes. Gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel und Geschäftsführer Matthias Schmidt stellte Stephanus die Vorstellungen der Kaufmannschaft vor. Ein wichtiges Anliegen der Kammermitglieder sei es, Einzelhandelsansiedlungen zu koordinieren. Hier fordere die Kammer eine Abkehr vom "vielerorts noch praktizierten Kirchturmdenken". Ein von IHK und Einzelhandelsverband auf den Weg gebrachtes regionales Einzelhandelskonzept soll Kommunen und Gewerbe zusammenbringen und Neuansiedlungen koordinieren.

"Wenn alle Städte Ansiedlungen in Randlagen zulassen, ist das letztlich ein Nullsummenspiel für die Kommunen. Langfristig gewinnt damit keine der Gemeinden, aber die Innenstädte verlieren", sagte Stephanus. Arne Rössel sieht auch die Erreichbarkeit der Innenstädte als Schlüsselforderung an.

Vor allem aber fordern die Autoren des Leitbilds, dass Ansiedlungen auf der "grünen Wiese" beschränkt blieben. "In der Vergangenheit sind vielerorts großflächige Betriebe mit innenstadtrelevanten Sortimenten wie Bekleidung, Schuhe oder Spielwaren auf der grünen Wiese entstanden und haben den Innenstädten geschadet", sagte Rössel.

Mit Blick auf großflächige Neuansiedlungen in Luxemburg (der TV berichtete) bleibt die IHK dennoch ruhig.

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