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Erleichterungen im Gastrobereich

Gastronomie : Neue Regelungen für Vinotheken und Straußwirtschaften

Hilfen sollen Unternehmen unterstützen.

(hw) Die Hotels und Restaurants in Rheinland-Pfalz müssen nach Ansicht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) sofort geöffnet werden. „Die Politik hat mehrmals auf allen Ebenen erklärt, dass die Betriebe des Gastgewerbes nicht geschlossen wurden, weil sie unsicher sind, sondern dass man damit Mobilität eingrenzen wollte“, sagte der rheinland-pfälzische Dehoga-Präsident Gereon Haumann gegenüber Medien.

Derweil gibt es seitens der Politik kleine Hilfestellungen, die Situation abzufedern. So erhalten Unternehmen mit angeschlossenem Gaststättenbetrieb einen vereinfachten und verbesserten Zugang zu den November- und Dezemberhilfen.

Darüber informiert der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Rheinland-Pfalz Patrick Schnieder. Die Mitglieder der Landesgruppe hatten sich bei der Bundesregierung für Verbesserungen für Betriebe wie Vinotheken, Straußenwirtschaften und Brauereigaststätten eingesetzt. Gaststätten, die an ein Unternehmen, wie zum Beispiel an ein Weingut angeschlossen sind, würden künftig bei der Antragsstellung für die November- und Dezemberhilfe als eigenständiges Unternehmen behandelt. Zuvor konnten beispielsweise Winzer für ihre Vinotheken und Straußenwirtschaften nur dann die Corona-Hilfen beantragen, wenn der Umsatz des gesamten Unternehmens aufgrund der Corona-Pandemie um 80 Prozent zurückgegangen ist. Diese Regelung für sogenannte Mischbetriebe sorgte nicht nur bei den Betroffenen für Kritik.

Mit der November- und Dezemberhilfe erhalten Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum. Die Antragsfrist endet am 30. April 2021. Aber auch hier gibt es seitens der Wirtschaft immer wieder Kritik, dass die Unterstützung nur schleppend ankommt.

Indes will das Land Gastronomie, Bars und Discotheken durch unbürokratische Verlängerung der Gaststättenerlaubnis helfen. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Allgemeinverfügung erlassen, um die Konzessionen bestehender Gaststätten aufrechtzuerhalten, die seit nunmehr einem Jahr aufgrund der Corona-Verordnungen nicht mehr öffnen können, teilte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) mit.

Die von der ADD in Trier herausgegebene Allgemeinverfügung verlängert die Erlöschensfrist von Amts wegen bis zum 18. März 2022. Damit bleiben die Konzessionen der Betreiber erhalten.