Erster Schritt gemacht

TRIER. Bei der Autohaus-Gruppe Heister kehrt (fast) wieder Normalität ein. Der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas B. Schmidt hat entscheidende Gespräche mit den Banken der Automobilkonzerne und den regionalen Banken geführt. "Damit ist der kurzfristigeBestand gesichert", sagt Schmidt dem TV. Nun gelte es, langfristig tragfähige Konzepte zu erstellen.

Für die rund 500 Mitarbeiter der Heister-Gruppe ist die Existenz für die nächsten Monate gesichert. Der vorläufige Insolvenzverwalter der 18 Heister-Autohäuser, Thomas B. Schmidt, Trier, konnte sich mit den Banken der großen Autokonzerne Opel und Ford sowie mit den regionalen Gläubigerbanken verständigen. "Wir haben diesen ersten Schritt zu 98 Prozent geschafft. Damit ist der normale Betrieb vorerst gesichert, und wir können zukunftsträchtige Konzepte erarbeiten", sagt Rechtsanwalt Schmidt. Damit seien Service und Garantieleistungen gesichert, für das Neuwagen- und Gebrauchtwagen-Geschäft habe man tragfähige Lösungen mit den Banken vereinbart. "Vor allem die regionalen Banken haben uns hier vorbildlich unterstützt", sagt Schmidt. Er ist optimistisch, dass die zweite Phase bis zum 1. März - dann wird das Insolvenzverfahren eröffnet - abgeschlossen sein wird. "Spätestens dann werden wir wissen, ob und welche Unternehmensteile wir verkaufen, welche weitergeführt werden, oder, ob auch Standorte geschlossen werden." Dabei hält sich Schmidt zum jetzigen Zeitpunkt viele Optionen offen. "Die Heister-Gruppe ist 2004 durch singuläre Ereignisse in die Schieflage gekommen. 2003 hat das Unternehmen noch schwarze Zahlen geschrieben." So führt der Insolvenzanwalt zur Zeit zwar Gespräche mit möglichen Investoren, schließt aber auch nicht aus, "dass es auch zu einer Sanierungen von innen kommen kann". Er prüfe beispielsweise, ob es sinnvoller sei, die Trierer Standorte zu verkaufen oder die Geschäfte - beispielsweise nach einer Belegschaftsbeteiligung - auch als Heister-Gruppe fortzuführen. Für die Standorte Bitburg und Wittlich wurde dies schon in der Vergangenheit als "erste" Option gehandelt. Die saarländischen Standorte Saarbrücken, Saarlouis und Völklingen stehen indes auch weiterhin auf der Verkaufsliste. "Aber wir müssen in allen Fällen prüfen, welche Lösung für die Gläubiger am günstigsten ist", sagt Schmidt dem Volksfreund.

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