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Etikettenhersteller unter Druck

Etikettenhersteller unter Druck

Die Bks-Label GmbH & Co. KG aus Wittlich hat Insolvenz beim Amtsgericht Wittlich beantragt. Das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern stellt vor allem Etiketten für namhafte Firmen der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie her. Der Betrieb soll vorerst weitergehen.

Wittlich. (har) Keine guten Nachrichten zum Jahreswechsel für die nach Unternehmensangaben rund 300 Beschäftigten der Wittlicher Bks-Label GmbH & Co. KG. Für das Unternehmen ist am 28. Dezember beim zuständigen Amtsgericht Wittlich das vorläufige Insolvenzverfahren beantragt worden. Am gleichen Tag wurden, wie in solchen Verfahren üblich, Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Trotz des Insolvenzantrags geht nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters und Rechtsanwalts Hans A. Brauer aus Daun der Betrieb im Wittlicher Werk vorerst weiter. Die 1995 gegründete GmbH ist laut eigener Internet-Präsentation "einer der führenden deutschen Etikettenspezialisten". Zu den Kunden gehören unter anderem die Firmen Bitburger, Gerolsteiner, Hochwald, Piasten und Schwartau. Für diese Firmen werden Nassleim-Etiketten, Tafeleinschläge und Banderolen gefertigt. Bis zu 70 Millionen Etiketten täglich werden derzeit von den Mitarbeitern im Mehrschichtbetrieb produziert. Das Unternehmen ist auf einem Gelände in Wittlicher Gewerbegebiet mit 14 000 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche beheimatet. Nach TV-Informationen befand sich die Bks-Label GmbH & Co. KG. seit einiger Zeit in einer Umstrukturierungsphase. Ein Verkauf des Betriebs war vor einigen Monaten gescheitert. Insolvenzverwalter Brauer sagte auf TV-Anfrage, dass er derzeit dabei sei, "kurzfristig die Liquidität zu sichern". Es sei sein Ziel, dass das Unternehmen weiterlaufe. Die sich nun in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindliche Bks-Label gehört zur Bernkastel-Kueser Johnen-Gruppe. Deren Ursprünge reichen bis in das Jahr 1907 zurück. Nach Auskunft Brauers sind die anderen rechtlich eigenständigen Unternehmungen der Gruppe von der Insolvenz nicht betroffen. Geschäftsführer Richard Johnen war für eine Stellungnahme telefonisch nicht erreichbar.