Exporteure erfolgreich

Gute Nachrichten aus der rheinland-pfälzischen Außenwirtschaft: Die Ausfuhren aus Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr um knapp drei Prozent gewachsen.

Trier/Mainz. Die heimischen Exporteure blicken insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Das geht aus der aktuellen Umfrage "Going International" der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKn) hervor. "Das Ergebnis erstaunt, wenn wir an die weltweiten Krisen und Unruhen denken", sagt Volker Scherer, Federführer International in der IHK-Arbeitsgemeinschaft. Doch die Unternehmen passten ihre Auslandsaktivitäten den Krisenszenarien an: "Viele Betriebe haben Ausweichstrategien gesucht und gefunden", sagt Scherer. Zusätzlich wirkten der anhaltend schwache Euro und die niedrigen Zinsen in der Euro-Zone wie ein Konjunkturprogramm für deutsche Exporteure.
Rückläufige Exporte nach Osten


Deutlich rückläufig waren aber die Ausfuhren nach Russland und in die Ukraine - besonders im zweiten Halbjahr. Die Exporte nach Russland sind im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel eingebrochen, in die Ukraine sogar um ein Drittel.
Der größte Abnehmer für rheinland-pfälzische Produkte blieb mit einem Exportanteil von 10,6 Prozent auch 2014 das Nachbarland Frankreich. Auf Frankreich folgen die USA mit 9,3 Prozent und China mit 4 Prozent als wichtige Handelspartner.
Die Geschäftserwartungen der rheinland-pfälzischen Exporteure für 2015 fallen verhalten aus. Der Umfrage nach spüren die auslandsaktiven Unternehmen weiterhin deutliche Hürden für ihr Auslandsgeschäft: 41 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe berichten von einer Zunahme internationaler Handelshemmnisse. "Dieser Trend hat sich ungemindert fortgesetzt", kritisiert Scherer. Zudem verzerre die in vielen Weltregionen staatlich subventionierte Konkurrenz den Wettbewerb und reduziere Chancen für einen Markteinstieg. Umso stärker setzt sich die IHK-Organisation laut dem Experten für internationale Handelsabkommen ein. red