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Fachkräfte, Fachkräfte

Fachkräfte, Fachkräfte

TRIER. Die Arbeitslosigkeit in der Region Trier ist im März deutlich gesunken. Exakt 13 697 Menschen sind bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Die Quote fiel damit um 0,4 auf 5,7 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in der Region Trier gewinnt zunehmend an Dynamik: Im März waren 889 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Februar 2007. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es sogar 3362 weniger Jobsuchende. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 7,2 Prozent. Positive Entwicklungen gab es vor allem bei den jungen Arbeitslosen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist deren Zahl um 746 niedriger (minus 27,5 Prozent), doch immer noch suchen 1968 Arbeitslose unter 25 Jahren eine Anstellung. Immer mehr offene Stellen

Dabei ist die Zahl der offenen Stellen in der Region erneut gestiegen: Insgesamt sind 3356 unbesetzte Jobs gemeldet. "Fachkräfte, Fachkräfte und nochmal Fachkräfte werden gesucht", sagt der Direktor der Agentur für Arbeit, Hans-Dieter Kaeswurm, dem TV. Viele der Stellen seien von Zeitarbeitsfirmen gemeldet. Doch vor allem Unternehmen würden Fachkräfte nachfragen. Für Kaeswurm ein Zeichen, dass die Konjunktur den Arbeitsmarkt belebt. Für viele der jungen Jobsuchenden sei es hilfreich gewesen, dass in diesem Jahr der Winter den Arbeitsmarkt nicht belastet habe. "Junge Menschen sind häufig in saisonal abhängigen Branchen tätig, und es hat ihnen genutzt, dass es keinen richtigen Winter gab." Erfolgreich war jedoch auch die Aktion der Arbeitsgemeinschaften (Argen), die sich speziell um die Vermittlung von älteren Arbeitslosen bemühten: Die Zahl der über 55-jährigen Arbeitslosen sei erfreulicherweise um 201 auf 1602 und damit unter den Vorjahresstand von 1803 abgesunken. "Durch das Sonderprogramm ,50 plus‘ wurde hier ein wesentlicher Beitrag geleistet", sagt Kaeswurm. Zudem sei zu bemerken, dass sich weniger ältere Arbeitnehmer arbeitslos meldeten. Dies könne damit zusammenhängen, dass im Februar noch eine Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld von 32 Monaten möglich gewesen sei. Ab März 2007 erhalten auch ältere Arbeitslose allenfalls noch 18 Monate Arbeitslosengeld. Auch die Situation auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt hat sich im März weiter entspannt. Insgesamt waren 145 520 Frauen und Männer arbeitslos - 5970 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sank von 7,4 auf 7,1 Prozent, wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Saarbrücken berichtete. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 8,9 Prozent gelegen. "Die Ampeln am regionalen Arbeitsmarkt stehen weiter auf grün", sagte der Regionalchef der Agentur, Otto-Werner Schade. Gründe für die positive Entwicklung sieht die Arbeitsagentur in der günstigen konjunkturellen Entwicklung und der milden Witterung.