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Finanzamt Trier: Mehr als 2000 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und -erträge im Ausland

Finanzamt Trier: Mehr als 2000 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und -erträge im Ausland

Zum Jahresende hat die Zahl der seit dem Jahr 2010 beim Finanzamt Trier eingegangenen Selbstanzeigen die 2000er Marke überschritten. Genau 2038 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und -erträge im Ausland sind bis zum 12. Dezember eingegangen.

Die Zahl der in diesem Jahr eingegangenen Selbstanzeigen ist trotz der seit Beginn 2015 in Kraft getretenen Verschärfung und Verteuerung mit 296 immer noch hoch, meldet das Finanzamt Trier. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 335 Selbstanzeigen eingegangen. "Bis zum Jahresende 2016 dürfte diese Zahl wiederum erreicht sein", sind sich die Experten vom Finanzamt sicher.

Die Selbstanzeigen in diesem Jahr beträfen mehrheitlich Kapitalanlagen in Luxemburg und hier insbesondere Kapitalanlagen bei der BCEE (Banque et Caisse d'Epargne de l'Etat Luxembourg). Auslöser hierfür sei sicherlich der Ankauf von Daten dieser Bank durch die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung im Oktober 2015 gewesen.

Die Selbstanzeigen führten seit 2010 zu Steuereinnahmen von rund 56,5 Millionen Euro. Die höchste Nachzahlung in einem Fall betrug rund 2,6 Millionen Euro.

Für 2017 erwartet das Finanzamt Trier einen ähnlich hohen Eingang an Selbstanzeigen insbesondere vor dem Hintergrund, dass den Finanzämtern erstmals die Informationen über Zinszahlungen und Kapitalanlagen aus dem Ausland von in Deutschland wohnhaften Steuerpflichtigen nach der EU-Amtshilferichtlinie vorliegen werden. red