Folgen der Fusion

THALFANG/BORKEN (red) Im Zuge der Übernahme des Nestlé Milchfrischprodukte-Werkes in Lüneburg hat die Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH beschlossen, das Milchwerk in Borken im Münsterland zum 30. Juni zu schließen und die Produktion nach Lüneburg zu verlagern.

Für die betroffenen Beschäftigten des Borkener Milchwerks wurde mit dem Betriebsrat bereits ein Sozialplan abgeschlossen, teilt das Thalfanger Unternehmen mit. Von der Schließung seien rund 50 Arbeitsplätze betroffen. Die Molkerei Borken hatte Anfang 2002 mit der Hochwald Muttergenossenschaft Erbeskopf Eifelperle fusioniert. In der Folgezeit konnte die Joghurt-Produktionsmenge in Borken gesteigert werden. Durch die Übernahme des Nestlé-Werkes Lüneburg bei Hamburg samt der Marke "Lünebest" zum 1. Juni rechnen die Thalfanger Hochwald-Werke mit einer Verdoppelung des Joghurt-Umsatzes. Mit der Verlegung der Produktion von Borken nach Lüneburg, die ohne zusätzliche Investitionen möglich sei, würde das Hochwald-Prinzip "ein Standort - eine Produktgruppe" konsequent umgesetzt, heißt es weiter. Die Dessertproduktion wollen die Hochwald-Werke als neues Marktsegment weiter ausbauen.Mit dem Nestlé-Milchfrischprodukte-Geschäft in Lüneburg übernimmt Hochwald Mitarbeiter des Außendienstes und Marketings. In Thalfang würden zudem in den zentralen Funktionen weitere Arbeitsplätze geschaffen.