Frühjahrsstimmung am regionalen Arbeitsmarkt: Mehr Leute finden wieder einen Job

Frühjahrsstimmung am regionalen Arbeitsmarkt: Mehr Leute finden wieder einen Job

Mehr Menschen in der Eifel und an der Mosel finden einen Job. Auch in Land und Bund steigt die Beschäftigung insgesamt, mehr Stellen sind offen.

Das gute Frühlingswetter stärkt nicht nur das Gemüt der Menschen, sondern auch den Arbeitsmarkt. So sind Ende März deutlich weniger Menschen ohne Job als noch im Februar. Dies ist in der Region Trier nicht anders als im Land Rheinland-Pfalz und im Bundesgebiet. Zwischen Eifel und Mosel sinkt die Arbeitslosigkeit auf eine Quote von 4,1 Prozent, im Land liegt sie nun bei 5,1 Prozent, und deutschlandweit erreicht sie 6 Prozent - jeweils ein Minus um 0,3 Punkte.

Der Grund für die gute Lage: die allgemeine Arbeitsmarktbelebung im Frühjahr. "Steigende Temperaturen kurbeln in jedem Jahr das Geschäft auf dem Bau und in der Gastronomie an", sagt Triers Arbeitsagenturchef Heribert Wilhelmi. Der zweite Grund ist die gute allgemeine Lage am Arbeitsmarkt: Immer mehr Menschen arbeiten dauerhaft in einem sozialversicherungspflichtigen Job, und auch die Betriebe möchten weiter zusätzliches Personal einstellen. "Viele offene Stellen sind in den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet", sagt Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Agentur für Arbeit. Allein in der Region Trier sind derzeit rund 4500 Stellen nicht besetzt, allein 1400 Arbeitsplätze davon wurden in den vergangenen vier Wochen bei der Agentur gemeldet. Damit befindet sich die Arbeitskräftenachfrage weiterhin auf einem hohen Stand. Besonders gute Chancen gibt es derzeit in der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, in der Gastronomie und im Handel.

Allerdings ist der Arbeitsmarkt auch besonders gut aus der kalten Jahreszeit heraus gestartet. "Die Winterarbeitslosigkeit ist auf einem bemerkenswert niedrigen Niveau verharrt", freut sich Triers Agenturchef Wilhelmi. Die Unternehmen hätten trotz des zeitweise frostigen Wetters nur wenige Beschäftigte entlassen. Sie versuchten stattdessen, Personal dauerhaft zu halten. Somit ist die Beschäftigung insgesamt gegenüber dem Vorjahr etwa in Rheinland-Pfalz um 2,4 Prozent auf 1,4 Millionen Arbeitnehmer gestiegen.

Dabei gibt es gerade auch von den in den Jobcentern registrierten Arbeitslosen gute Nachrichten. Viele von ihnen haben inzwischen eine Beschäftigung gefunden. Vor allem sind nun zahlreiche Flüchtlinge in einem Sprachkurs, einem Praktikum oder einer Weiterbildung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Land: minus 8,8 Prozent gegesnüber März 2016.

Damit ist das Ende des Beschäftigungsbooms aber wohl noch nicht erreicht. Der Daumen zeigt weiter nach oben: "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin günstig", ist der designierte Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, überzeugt. So rechnen die Agenturen und viele Experten weiter mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer Fortsetzung des Jobwunders.

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